3D Systems nach den Horror-Zahlen: Spekulativ kaufen?

Michel Doepke
3D Systems nach den Horror-Zahlen: Spekulativ kaufen?

3D Systems hat mit den Zahlen zum dritten Quartal sowohl Anleger als auch Analysten eiskalt erwischt, gerade das Ergebnis je Aktie lag deutlich unter den Markterwartungen. Die Folge: Ein Kursrutsch von satten 25 Prozent. Nach den Zahlen haben die Analysten die Aktie des 3D-Druck-Spezialisten unter die Lupe genommen und ihre Einschätzung überarbeitet.

BofA Merrill Lynch reagiert mit einer deutlichen Anpassung der Analyse. Experte Wamsi Mohan streicht die Kaufempfehlung und stuft 3D Systems nun mit "Underperform" ein, das Kursziel reduzierte er um 50 Prozent von 20 auf lediglich 10 Dollar. Laut Mohan dauere die Erholung länger als bislang angenommen. Zudem sei die Zuversicht geschwunden, dass das Unternehmen die Probleme kurzfristig lösen könne. Entsprechend dürfte sich eine Erholung des Umsatzwachstums verzögern und sich notwendige Investitionen negativ auf die Ertragslage auswirken.

Die 3D-Systems-Aktie hat auch Christopher van Horn von B. Riley & Co von "Neutral" auf "Sell" abgestuft. Neben der harten Konkurrenz seien es gerade internationale Probleme und damit verbundene Kosten. Und auch beim Rivalen Stratasys streicht der Analyst sein bisheriges Votum "Buy", nun lautet die Einschätzung "Neutral".

Stratasys ebenfalls unter Druck

Im Zuge der schlechten Quartalsergebnisse von 3D Systems gerät auch der Konkurrent Stratasys ins Straucheln. Beide Aktien sind charttechnisch angeschlagen und sollten weiter gemieden werden. Erst bei einer verbesserten operativen Entwicklung und einem verbesserten Chartbild sollten sich Anleger wieder mit einem möglichen Einstieg befassen. Kurz- bis mittelfristig sind eher weniger positive Impulse zu erwarten, zumal mit Hewlett-Packard (HP) ein großes Unternehmen die 3D-Druck-Offensive plant und 3D Systems sowie Stratasys weitere Marktanteile abluchsen möchte.