Nach 38 Jahren: Nürnberg gewinnt in Fürth

Hanno Behrens und Mikael Ishak schießen Nürnberg zum Sieg

Mit einem beinahe historischen Sieg im 263. fränkischen Derby ist der 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga zurück auf einen Aufstiegsplatz geklettert. Der Club gewann bei der SpVgg Greuther Fürth durch Treffer von Mikael Ishak (9.), Cedric Teuchert (59.) und Hanno Behrens (90.+4) mit 3:1 (1:0) und belegt nach dem dritten Dreier in Serie nun den zweiten Rang.

"Der Sieg", der erste für den Club im Fürther Ronhof seit 38 Jahren, "geht völlig in Ordnung", sagte Torschütze Teuchert, der auch das Tor von Ishak einleitete, bei Sky. Das 20 Jahre alte Eigengewächs der Nürnberger ergänzte voller Stolz: "Wir haben gut verteidigt und im richtigen Moment die Tore gemacht. Es fühlt sich richtig gut an."

Fürth konnte durch Jurgen Gjasula zwischenzeitlich verkürzen (79., Foulelfmeter), hatte danach auch gute beste Chancen zum Ausgleich, scheiterte jedoch am starken Nürnberger Torhüter Fabian Bredlow (Spielplan und Ergebnisse der 2. Bundesliga).

"Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen", sagte Nürnbergs Trainer Michel Köllner. Das Kleeblatt bleibt nach der zweiten Niederlage im dritten Spiel unter Trainer Damir Buric Vorletzter. (Tabelle der 2. Bundesliga)

Erster Sieg in Fürth seit fast 40 Jahren

Der letzte Sieg im Ronhof war dem Club im Oktober 1979 gelungen. Den letzte "Auswärtssieg" gegen den ewigen Rivalen gab es vor 20 Jahren (1:0): Das Heimspiel des Kleeblatts im Oktober 1997 hatte aber im Nürnberger Stadion stattgefunden. Trainer damals: Armin Veh (Fürth) und Felix Magath (Nürnberg).

Fürth war über weite Strecken optisch überlegen, hatte auch gute Chancen, blieb am und im Strafraum aber lange ungefährlich. Der völlig freie und ansonsten starke Julian Green scheiterte zudem kurz nach der Pause fast kläglich an Bredlow (47.).


Der Club war von der Spielanlage her reifer und kaltschnäuziger im Abschluss - Bredlow hielt beim abschließenden Fürther Drängen auf den Ausgleich zudem sehr gut. Beste Nürnberger waren zudem der vielseitige Eduard Löwen und Kapitän Hanno Behrens. Er bereitete Teucherts 2:0 vor, ehe er selbst den Schlusspunkt setzte (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).