33-Jähriger in Frankreich wegen mutmaßlicher Anschlagspläne beschuldigt

Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen 33-jährigen Mann eingeleitet, der einen Sprengstoffanschlag geplant haben soll. Der Mann wurde nach Angaben aus Justizkreisen am Dienstag nahe der südfranzösischen Stadt Nîmes festgenommen und am Samstag in Untersuchungshaft genommen. Er hatte sich in einem Video zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Bei der Durchsuchung seines Hauses fand die Polizei Material für den Bau von Sprengsätzen.

"Es handelt sich um den ersten vereitelten Anschlag in diesem Jahr", hieß es aus Ermittlungskreisen. Der 33-Jährige war den Behörden den Angaben zufolge zuvor nicht bekannt. Polizisten seien dann bei der Überwachung sozialer Netzwerke auf einen Mann im Raum Nîmes aufmerksam geworden, der sich eine Waffe beschaffen wollte und der islamistische Äußerungen machte.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen fand die Polizei außer Sprengstoff-Material mehrere Videos, in denen der Mann unter anderem IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi die Treue schwor.

Im vergangenen Jahr wurden in Frankreich nach Angaben des Innenministeriums 20 Attentate vereitelt. Bei islamistisch motivierten Anschlägen wurden in Frankreich in den vergangenen drei Jahren mehr als 240 Menschen getötet.