3:1 in Dortmund! Heynckes-Bayern nicht zu stoppen

Tommy Gaber
Editor Yahoo Sports

Der FC Bayern München schwimmt unter Trainer Jupp Heynckes weiter auf der Erfolgswelle. Im Bundesliga-Kracher des 11. Spieltags gewannen die Bayern bei Borussia Dortmund verdient mit 3:1 (2:0) und distanzierten den Erzrivalen in der Tabelle auf sechs Punkte. Das Topspiel in der Yahoo Sport-Analyse.

Robert Lewandowski erzielte sein 11. Saisontor

Die Aufstellungen

Der BVB wechselt im Vergleich zum blamablen 1:1 in der Champions League gegen Nikosia dreimal. Guerreiro, Philipp und Götze müssen Schmelzer, Castro und Yarmolenko weichen. Den verletzten Piszczek ersetzt erneut Bartra rechts hinten.

Bei den Bayern rückt Süle für Boateng in die Innenverteidigung. Kimmich, am Freitag noch mit Magen-Darm-Infekt flach gelegen und erst Samstagmorgen nach Dortmund gereist, ist rechtzeitig fit geworden. Die Doppelsechs bilden Martinez und Thiago, davor wird’s offensiv: Coman, James und Robben bilden die Dreierreihe hinter Lewandowski, der seine Oberschenkelverletzung auskuriert hat.

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Das fiel auf

  •  Dortmund versuchte die Bayern früh im Aufbau zu stören, indem Aubameyang und Kagawa Hummels und Süle anliefen. Die Münchner zogen ihrerseits Viererkette und defensives Mittelfeld eng zusammen, um dem BVB keine Möglichkeit zu geben, zwischen die Linien zu kommen.
  • Außer den ersten zehn Minuten, in denen Dortmund wichtige Duelle im Mittelfeld gewann, waren die Bayern in Halbzeit eins klar überlegen. Die Gäste zeigte bei eigenem Ballbesitz die deutlich reifere Spielanlage. Pass- und Positionsspiel der Bayern war klar besser. Thiago und James zogen die Fäden, der schnelle Coman kam über links immer wieder durch.
  • Die Hausherren waren nur dann gefährlich, wenn sie nach Ballgewinnen schnell umschalteten, wie bei Martinez’ Ballverlust an Kagawa und der anschließenden Großchance durch Yarmolenko. Zogen sich die Bayern etwas zurück und machten die Räume dicht, agierte der BVB lange Zeit erschreckend hilflos.
  • Abermals machte die Abwehr der Schwarz-Gelben krasse Fehler. Beim 0:1 steht Toprak viel zu weit weg von Robben. Beim 0:2 schaffen es drei Dortmunder nicht, Lewandowski am Hackentor zu hindern.
  • Während die Bayern zwei ihrer ersten drei Torchancen nutzten, schoss der BVB wieder einmal jede Menge Fahrkarten. Alleine Yarmolenko hätte zwei Tore machen müssen.

Die Szene des Spiels

Lewandowskis 0:2. Kurz zuvor hatte der BVB die Riesen Chance durch Yarmolenko zum Ausgleich, praktisch im Gegenzug knipste der Pole mit der Hacke gegen seinen Ex-Klub sorgte so für die Vorentscheidung.

Der Star des Spiels

Arjen Robben ebnete mit seinem elften Pflichtspieltor nicht nur den Weg zum Bayern-Sieg, sondern bereitete das 0:2 vor und setzte Lewandowski weitere zweimal mit Sahnepässen ein.Vorbildlicher Kapitän mit Präsenz und guter Körpersprache, ging zudem verloren gegangenen Bällen nach.

Der Flop des Spiels

Marc Batra musste erneut Piszczek auf der Rechtsverteidigerposition ersetzen. Eine Verlegenheitslösung, die in die Hose ging. Bartra sprangen früh zwei Bälle über den Fuß, von Gegenspieler Roman sah er meist nur die Hacken. Rückte später für den angeschlagenen Sokrates nach innen, machte da aber auch keine gute Figur. Bartra steht sinnbildlich für die schwache Defensive des BVB. Sein Anschlusstreffer war dafür sehenswert.

Der Schiedsrichter

Tobias Stieler zeigte BVB-Kapitän Schmelzer früh Gelb nach hartem Einsteigen gegen Kimmich. Sokratis’ Einsatz gegen Lewandowski kurz vor dem 0:1 war hart an der Grenze und der Dortmunder hätte sich nicht über eine Rote Karte beschweren dürfen, da er letzter Mann war. Darüber hinaus lag Stieler nicht bei jeder Zweikampfbewertung richtig, lieferte aber insgesamt eine ordentliche Leistung ab. Zehn Minuten vor Schluss musste er mit einem leichten Krampf in der Wade kurz behandelt werden.