300 Flüchtlinge aus überfüllten Lagern nach Athen gebracht

Eine Fähre legt am Hafen von Piräus nahe Athen an. An Bord sind rund 300 Flüchtlinge. Sie wurden von der Ostägäis aufs Festland gebracht, um die völlig überfüllten Lager auf den Inseln zu entlasten. Wie etwa „Moria“ auf Lesbos, wo derzeit 6000 statt wie geplant 2300 Menschen leben.

„Ich mag Moria nicht, weil es kein guter Ort ist. Dort gibt es nichts, kein Essen, einfach nichts. Moria ist ein schlechter Ort, aber ich denke, Athen ist gut“, sagt ein Mann aus dem Irak.

In der griechischen Hauptstadt sollen die Flüchtlinge unter besseren Bedingungen untergebracht werden. Unter ihnen sind viele Kranke, alleinstehende Frauen und Familien. Sie haben gute Chancen auf Asyl.

Ein Afghane erklärt: „Ich fühle mich wie im Himmel. Ich weiß nicht viel über Athen, aber ich denke, ich werde es mögen. Ich kam von der Hölle in den Himmel.“

In den kommenden Tagen sollen weitere Flüchtlinge von den Ägäisinseln aufs Festland gebracht werden. In Lagern wie „Moria“ auf Lesbos leben sie auf engstem Raum zusammengepfercht, es fehlt ihnen an allem. Und mit dem Wintereinbruch wird die Lage immer schlimmer.