30-jähriges Jubiläum: 11 Geheimnisse des Deutschen Historischen Museums

Erzherzogin Maria Josefa wurde übermalt - und durch eine jüngere Prinzessin ersetzt

Mit welcher Frau teilte sich Marlene Dietrich ihren Ehemann? Und warum starben viele Frauen im napoleonischen Zeitalter wortwörtlich für die neuste Mode? Zum 30-jährigen Jubiläum des Deutschen Historischen Museums gehen wir den Geheimnissen seiner Schätze auf den Grund.

1. Affengeiler Anzug

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Gib dem Affen Zucker? Zu Barockzeiten hieß es wohl eher: Gib dem Affen einen Seidenanzug Katharina Viktoria Weiß

In diesem Anzug, dem sogenannten Justaucorps, feierte ein nicht ganz menschlicher Partygast rauschende Feste am französischen Hof. Lange rätselte das DHM, welches Wesen die ominösen Schweißflecken im Innenfutter der bestickten Seide verursacht hatte. Das Bundeskriminalamt leistete Amtshilfe und fand heraus, dass Mitte des 18. Jahrhunderts wohl ein Äffchen den feinen Zwirn trug.

2. Die versteckte Maria Josefa

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Erzherzogin Maria Josefa wurde übermalt - und durch eine jüngere Prinzessin ersetzt Deutsches Historisches Museum

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts florierten europäische Adelsbilder auf dem Kunstmarkt in den USA. Neureiche Industrielle schmückten sich mit royaler Kunst. Das Gemälde der Erzherzogin Maria Josefa von Habsburg - von der schon zu Lebzeiten bekannt war, dass sie nicht mit höchster Schönheit gesegnet war – wurde vermutlich von einem Künstler oder einer Künstlerin billig erstanden. Das wenig gefällige Gesicht der Maria Josefa wurde übermalt, an ihrer Stelle strahlte für viele Jahre das liebliche Antlitz einer jugendlichen Prinzessin. Beim Röntgen der Farbschichten kam das Geheimnis des Gemäldes zum Vorschein – und im Dienste der Wissenschaft musste die junge schöne Frau ihrer royalen Vorgängerin weichen.

3. Das Botox des Barock

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Seinen nachfahren wurde das Bild des grimmigen Adeligen bald zu öde, sie ließen es retuschieren Deutsches Historisches Museum

Als die Witwe des Hanns Wilhelm von Thoss dieses sogenannte Epitaph i...

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