3 Warnhinweise, die dir helfen, Geld zu sparen

Motley Fool Investmentanalyst

Obwohl die Suche nach den richtigen Aktien für die Investoren von großer Bedeutung ist, wird auch die Vermeidung von Aktien, die Verluste erzeugen, die Portfolio-Performance steigern.

Sicherlich ist es immer leicht nachvollziehbar, warum der Aktienkurs eines Unternehmens im Nachhinein gesunken ist. Und obwohl die Vorhersage von Verlierer-Aktien keine exakte Wissenschaft ist, gibt es eine Reihe von Warnhinweisen, die darauf hindeuten können, dass die Gesamtrenditen langfristig negativ sein könnten.

Hohe Verschuldung

Obwohl in den letzten zehn Jahren die Zinssätze in weiten Teilen der entwickelten Welt allgemein gefallen sind, zeichnet sich nun eine neue Ära einer strafferen Geldpolitik ab. Bereits jetzt haben die USA die Zinsen angehoben, und die EZB wird ihre geldpolitische Haltung in der Eurozone im nächsten Jahr ändern.

Dies könnte das Leben für Unternehmen mit hoher Verschuldung wesentlich schwieriger machen. In den letzten Jahren wurde eine Reihe von Aktien mit hohen Schulden im Wesentlichen durch niedrige Fremdkapitalkosten gestützt. Das hat dazu geführt, dass sie nicht für ihre Verschwendung vor der Finanzkrise bestraft wurden, sondern dass ihnen eine Rettungsleine gegeben wurde, die sie in der Gewinnzone gehalten hat.

Nun aber ändert sich die Situation und hoch verschuldete Unternehmen könnten ihre Gewinne durch erhöhte Zinsen belastet sehen. Daher kann es für Anleger ratsam sein, Aktien zu halten, die eine niedrige Verschuldung und einen großen Spielraum bei der Zinszahlung haben.

Viele Übernahmen

Die niedrigen Zinssätze in den letzten zehn Jahren hat es auch billiger gemacht, andere Unternehmen zu kaufen. Dies hat zu einer erheblichen Anzahl von Übernahmen geführt, die zum Teil recht fragwürdig waren.

Auch wenn es einige Zeit dauern kann, bis Synergien realisiert werden, sind unterdurchschnittliche Übernahmen ein Warnhinweise für die Investoren. Sie zeigen, dass einem Unternehmen möglicherweise die Ideen zur Generierung von organischem Wachstum ausgegangen sind. Sie können auch den Nachweis erbringen, dass es in der gesamten Branche an Wachstumspotenzial mangelt. Oder sie deuten darauf hin, dass die Unternehmensleitung eher an der Unternehmensgröße als an Rendite und Effizienz interessiert ist. Was auch immer der Grund dafür sein mag, Unternehmen, die eine schlechte Erfolgsbilanz bei Übernahmen aufweisen, sollten vermieden werden.

Dividendendeckung

Ein weiterer potenzieller Warnhinweis für die Investoren sind Unternehmen, die bei der Dividendenzahlung nicht genügend Spielraum haben. In manchen Fällen ist eine niedrige Ausschüttungsquote akzeptabel, wenn das betreffende Unternehmen in einer stabilen Branche tätig ist — wie Versorgungsunternehmen oder Tabakunternehmen. In den letzten Jahren gab es jedoch in verschiedenen Branchen eine Tendenz zur Ausschüttung rasch steigender Dividenden..

Dies hat zur Folge, dass einige Unternehmen gezwungen sein könnten, die Dividenden um einen erheblichen Betrag zu kürzen, wenn sich die wirtschaftlichen Aussichten in Zukunft verschlechtern. So kann eine hohe Rendite zwar attraktiv sein, aber eine niedrigere und erschwinglichere Dividende kann sich langfristig als attraktiver erweisen.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und am 20.12.2017 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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