3 Viren gleichzeitig? Ärzte nach "Flurona"-Todesfällen in Rumänien besorgt

In Rumänien melden Behörden zwei Fälle, in denen Patientinnen nach einer Doppelinfektion mit Sars-CoV-2 und dem Grippevirus Influenza gestorben sind.

Das "Flurona" getaufte Phänomen ist schon seit ungefähr einem Jahr bekannt. Auch im vergangenen Winter gab es die Fälle, bei denen im Labor in Proben beide Viren nachgewiesen wurden.

Zwei Patientinnen hätten bei der Einlieferung Muskelschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen und Lungenschäden aufgewiesen und seien wenig später mit einer doppelten Infektion diagnostiziert worden.

Dreifache Virus-Infektion

Allerdings bleibt es dabei offenbar nicht: In einem rumänischen Krankenhaus wurden bei einem Patienten das Grippevirus (Influenza), SARS-CoV2 und das Respiratorische Synzytialvirus diagnostiziert.

Der rumänische Gesundheitsminister Alexandru Rafila erklärte, dass solche Fälle besorgniserregend sind - vor allem dann, wenn der Patient oder die Patientin andere schwere chronische Vorerkrankungen habe.

Es sei schwer zu erkennen, wer an mehreren Viren infiziert ist. Unerlässlich daher ein Test, meint Dr. Adrian Marinescu, Direktor des Instituts für Infektionskrankheiten Matei Balş, Bukarest: "Jeder, der die Grippe durchgemacht hat, kennt diesen Kopfschmerz, der einen ans Bett fesselt. Wenn wir über die Grippe sprechen, geht es um die Summierung vieler unterschiedlicher Symptome, und diese Symptome können sehr schlimm werden. Ohne Tests kann man das nicht erkennen."

Nach der stationären Behandlung konnte der dreifach infizierte Mann allerdings entlassen werden. Er soll von seinem Hausarzt überwacht werden.

Beide mit Flurona infizierten älteren Frauen hatten demnach Vorerkrankungen, die zum Schweregrad der Infektion beitrugen.

Auch Infektionen mit der Grippe machen den rumänischen Behörden den Angaben nach Sorgen. Allein im Kreis Sibiu (Hermannsstadt) in Siebenbürgen habe es sieben Todesfälle gegeben. Sie alle seien nicht gegen Influenza geimpft gewesen.

Durchhalten und Schützen bis mindestens Mitte Februar

Seit einigen Wochen verzeichnen die meisten Länder eine starke Zunahme von Covid und ähnlichen Viren. Fachleute gehen davon aus, dass die Zahl der Atemwegsinfektionen bis Mitte Februar weiter ansteigen wird - bis das Wetter milder wird.

Gesundheitsexpert:innen fordert weiter auf, sich gegen Influenza zu impfen zulassen, auch Coronavirus-Auffrischimpfungen in Anspruch zu nehmen, in Menschenansammlungen und beim Reisen eine Maske zu tragen und alle gängigen Hygienemaßnahmen einzuhalten.