3 unbequeme Börsenmythen, die wir verbannen sollten

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Es gibt für dich vorteilhafte und unbequeme Börsenmythen, die wir verbannen können. Positiv ausgedrückt können wir so beispielsweise sagen: Jeder kann Investieren. Es gehört kein großes Vermögen dazu, um das Spielfeld zu betreten. Wichtige Erkenntnisse, die man grundsätzlich berücksichtigen muss.

Allerdings gibt es auch in der Quintessenz für dich unbequeme Börsenmythen, mit denen wir ebenfalls aufräumen müssen. Einiges ist nicht so einfach, wie es manchmal klingt.

Unbequemer Börsenmythos: Es ist einfach, den Markt zu schlagen

Je nachdem, wo man schaut, gibt es einen eigentlich einfach klingenden Börsenmythos. Nämlich den, dass es einfach ist, den Markt zu schlagen. Je nachdem, wohin man schaut, heißt es: Mit wenig Aufwand ein Vermögen aufbauen. Oder auch mit wenig Vermögen reich werden. Die Quintessenz all dieser Anzeigen oder auch Produkte suggeriert, dass es einfach ist, eine hohe Rendite einzufahren.

Wenn wir risikoreiche und häufig unvorteilhafte Dinge wie gehebelte Produkte, Pennystocks oder andere Dinge einfach mal weglassen und uns nur auf Aktien konzentrieren, können wir sagen: Ganz so einfach ist es nicht. Es ist zumindest sehr aufwendig, den Markt zu schlagen. So gehört schließlich eine Menge Research, eine gute Aktienauswahl und die Erkenntnis dazu, dass nicht jeder den Markt schlagen kann. Drei Dinge, die zeigen: Einfach ist es mit Sicherheit nicht.

Als Investor solltest du daher wissen, dass für die allermeisten solide Renditen über lange Zeiträume warten. Aber auch, dass es ein Börsenmythos ist, sehr einfach eine überdurchschnittliche Rendite einzufahren. Auch wenn das vielleicht ein wenig unbequem ist.

Man wird niemals Geld verlieren

Es gibt außerdem gewisse Börsenmythen, dass man an der Börse kein Geld zu verlieren braucht. Oder muss. Natürlich funktionieren einige Ansätze besser als andere. In der Quintessenz und langfristig orientiert geht es außerdem darum, dass man ein Vermögen aufbaut. Ohne Zweifel ist das richtig. Aber eines gehört leider auch dazu: Hin und wieder Geld zu verlieren. Egal, welchem Ansatz man folgt.

Niemand ist perfekt. Keine Aktie ist perfekt. Und auch kein Ansatz ist der perfekte Weg, um niemals Geld zu verlieren. Hin und wieder trifft man als Investor eine Fehlentscheidung. Oder es kommt eine marktbreite Korrektur, wodurch man gezwungen ist, Buchverluste auszusitzen. Mit all diesen Faktoren sollte man rechnen.

Es ist vielleicht unbequem, Geld zu verlieren. Noch unbequemer ist es jedoch, einem falschen Versprechen zu folgen und davon auszugehen, bloß Reichtum ohne Verlust zu erhalten. Von daher gehören diese Börsenmythen definitiv verbannt.

Unbequemer Börsenmythos: Kurzfristig reich werden

Zu guter Letzt gibt es außerdem gewisse Formate, die behaupten: Du kannst schnell reich mit der Börse werden. Häufig steckt dahinter eine risikoreiche Zockerei. Wobei dir die zweite Kehrseite hoher Verluste verschwiegen wird. Insofern: Sei vorsichtig, wenn mit wenig Einsatz hohe Gewinne locken sollen.

Es ist ein Börsenmythos, dass man mit wenig Einsatz schnell reich werden kann. Die vielleicht unbequeme Wahrheit ist, dass es viel Zeit benötigt. Zeit, damit der Zinseszinseffekt seine Arbeit erledigt. Manchmal eben auch Zeit, um Buchverluste auszusitzen oder darauf zu warten, dass eine Investitionsthese zeigt, was in ihr steckt.

Wer den schnellen Reichtum sucht, der ist an den Aktienmärkten nicht richtig. Auch das ist eine wichtige Erkenntnis, die dir vielleicht Zeit, Geld oder teure Experimente erspart.

Der Artikel 3 unbequeme Börsenmythen, die wir verbannen sollten ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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