3 Top-Tech-Aktien unter 20 Dollar pro Aktie

Anders Bylund, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.
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Es ist nicht schwer, im Moment Aktien zu finden, die unter 20 USD gehandelt werden. Corona hat die Wall Street im Jahr 2020 auf den Kopf gestellt. Und selbst nach der Erholung im Sommer gibt es noch viele preiswerte Aktien auf dem Markt.

Großes Risiko kann große potenzielle Renditen bedeuten, aber einige preisgünstige Aktien sind aus gutem Grund billig zu haben. Die gilt es unbedingt zu meiden, wenn man starke Kandidaten fürs nächste Jahr sucht.

Hier sind drei großartige Tech-Unternehmen, die heute zu sehr bescheidenen Aktienkursen gehandelt werden. Warum sind die trotz des geringen Preises derzeit Käufe?

1. Nokia: 4 USD pro Aktie

Man kennt Nokia (WKN: 870737) vielleicht als ehemaliges Schwergewicht auf dem Mobiltelefonmarkt. Die Handys des finnischen Unternehmens aus der Vor-Smartphone-Ära werden immer noch als unverwüstliche Panzer gefeiert. Und die einstige Marktführerschaft war auf die harte Tour erarbeitet.

Der geringe Aktienkurs von Nokia täuscht über die beträchtliche Marktkapitalisierung des Unternehmens von 23,5 Milliarden USD hinweg. Die Aktie wird seit 2011 im einstelligen Dollarbereich gehandelt, als Android und iPhones Nokias Geräte verdrängten. Nokia führte in der Dotcom-Ära mehrere Aktiensplits durch. Eine einzelne Nokia-Aktie von Anfang 1995 wurde fünf Jahre später in 64 Aktien gesplittet.

Das machte damals Sinn, denn ohne diese Maßnahmen wäre der Aktienkurs im Jahr 2001 auf über 3.700 USD pro Aktie gestiegen. Die beiden anderen Aktien in diesem Artikel folgten ähnlichen Pfaden zu den heutigen niedrigen Aktienkursen und machten nach großem Erfolg einige harte Zeiten durch.

Die Zeiten haben sich geändert und Nokia spielt heute eine ganz andere Rolle in der Mobilfunkbranche. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Geräten und Dienstleistungen auf der Infrastrukturseite der mobilen Netzwerke. Damit befindet sich Nokia heute in einer erstklassigen Position, um von der weltweiten Einführung von 5G-Mobilfunknetzen zu profitieren.

Die Aktie ist aus Gründen billig, die nicht auf das aktuelle Geschäft von Nokia zutreffen. Sie ist ein günstiges, direktes Spiel auf dem aufstrebenden 5G-Markt. Ich bin von Nokias langfristigem Wert so beeindruckt, dass ich letzten Monat eine eigene Position eröffnet habe.

2. Flex: 18 USD pro Aktie

Der Elektronikdesign- und Fertigungsexperte Flex (WKN: 890331) liegt knapp unter unserem Kursziel von 20 USD pro Aktie. Die Aktie hat im letzten Jahr um 40 % zugelegt und sieht immer noch billig aus, da sie mit dem 12,8-Fachen des geschätzten Gewinns gehandelt wird.

Das Unternehmen wurde im Frühjahr von den Corona-Komplikationen stark getroffen, hat sich aber im Sommer wieder erholt. Kunden aus dem Gesundheits- und Automobilmarkt schicken solide Aufträge. Für die Zukunft sieht das Management ein fantastisches Wachstum durch den Aufstieg von Elektroautos und alternativen Energiequellen.

In diesem Zusammenhang hat Next ein Ass im Ärmel: das NEXTracker-System, das Solarparks bei der Optimierung ihrer Energieoptimierung hilft. NEXTracker scheint ein Milliardengeschäft zu werden, was die bescheidene Marktkapitalisierung von Next von 9 Milliarden USD beflügelt.

3. LG Display: 8,20 USD pro Aktie

Schließlich hätten wir den LCD- und OLED-Bildschirmhersteller LG Display (WKN: A0B68Y) zu 8,20 USD pro Aktie. Die Marktkapitalisierung beträgt 6,2 Milliarden USD. Das Unternehmen ist mehr als nur der Bildschirmhersteller des koreanischen Elektronikriesen LG. Gegründet als Joint Venture zwischen LG und dem niederländischen Gerätehersteller Philips baute LG Display einen vielfältigen Kundenstamm auf. 2008 verkaufte Philips dann seinen Anteil an dem Unternehmen. LG Display bedient weiterhin die Märkte für Mobiltelefone und Unterhaltungselektronik und zählt auch Apple zu seinen Kunden.

Die Aktie hat im Jahr 2020 um 22 % zugelegt, was zu einem großen Teil den Trends Remote Work und Online-Schule zu verdanken ist. Die Menschen brauchen mehr digitale Bildschirme als je zuvor.

LG Display geht davon aus, dass die hohe Nachfrage nach Bildschirmen auch in den kommenden Jahren anhalten wird. Das Unternehmen hat seine Produktionskapazität allein im dritten Quartal um 15 % erhöht, indem es ältere OLED-Fabriken aufgerüstet und eine brandneue Anlage in China eröffnet hat. Dieser Sprung wurde trotz strenger Kostenkontrolle erreicht. Das Management führt das Unternehmen „unter dem Worst-Case-Szenario, um auf Unsicherheiten und Volatilität im Geschäftsumfeld zu reagieren“.

Kurz gesagt: Mit LG Display investiert man sowohl in OLED-Bildschirme als auch in das Smartphone-Wachstum. Und das, ohne mehr als 100 USD pro Aktie wie für Apple und Universal Display hinblättern zu müssen.

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The Motley besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Universal Display. Anders Bylund besitzt Aktien von Universal Display. Dieser Artikel erschien am 20.12.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020