3 Small-Cap-Aktien, die jetzt ein Kauf sein könnten

Keith Noonan
·Lesedauer: 4 Min.
Aktien und ETfs in der Corona Krise zum Vermögensaufbau nutzebn
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Unter Small-Cap-Unternehmen versteht man Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 300 Millionen bis 2 Milliarden USD. Die befinden sich im Vergleich zu ihren größeren Konkurrenten in der Regel in einer früheren Wachstumsphase. Sie verfügen in vielerlei Hinsicht über weniger Ressourcen und sind oft anfällig für Kursschwankungen. Aber sie sind auch oft hervorragende Ausgangspunkte, wenn man nach Möglichkeiten mit großem Wachstum sucht.

Werfen wir mal einen Blick auf drei vielversprechende Small-Cap-Aktien, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

1. Himax Technologies

Himax Technologies (WKN: A0JKBX) ist ein Small-Cap-Halbleiterunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von etwa 600 Millionen USD. Der Chipdesigner erwirtschaftet derzeit den größten Teil seines Umsatzes mit Display-Treiberschaltungen, die die Farben regulieren, die von den Pixeln auf Fernsehern und mobilen Bildschirmen angezeigt werden. Doch das Unternehmen hat auch einige faszinierende Wachstumsmöglichkeiten in anderen Bereichen am Start.

Himax verfolgt Wachstumsprojekte in Kategorien wie Augmented Reality, Virtual Reality und Machine Vision. Die Aktie könnte rasant steigen, wenn das Unternehmen mit Produkten, die diese einflussreichen Technologiebewegungen vorantreiben, Gewinne erzielt.

Das Unternehmen ging mit einer eher niedrigen Bewertung in das Jahr 2020, hat aber dann dank des Potenzials für eine Erholung der Display-Treiber-Verkäufe und neuer Wachstumswege erheblich an Boden gutgemacht.

Während der Aktienkurs des Unternehmens im Jahr 2020 zweistellige Zuwächse verzeichnet hat, sind die Aktien in den letzten drei Jahren immer noch um etwa 66 % gefallen.

Die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal, die Himax Anfang Oktober veröffentlichte, zeigten einen Umsatzanstieg von 46 % gegenüber dem Vorjahr. Der Aktienkurs hat nach den vorläufigen Ergebnissen für das dritte Quartal eine beträchtliche Dynamik erfahren. Trotzdem besteht hier noch immer die Chance auf richtig guten Zuwachs.

2. Impinj

Small-Cap-Halbleiterunternehmen können enorme Kursgewinne verzeichnen, wenn es ihnen gelingt, neue Designs in langfristigen Wachstumskategorien zu erzielen. Die Kehrseite dieser Dynamik ist, dass sie große Kursrückgänge erleiden, wenn das Geschäft stagniert oder wichtige Einnahmequellen versiegen. Leider war Impinj (WKN: A2ANZB) in letzter Zeit von Letzterem betroffen, aber die vorübergehenden Hürden könnten für Investoren Chancen bieten.

Impinj hat einen Wert von etwa 670 Millionen USD und verfügt über ein großes Wachstumspotenzial. Die Aktien stehen aber aufgrund einiger Rückschläge unter Druck. Die Aktien des Unternehmens werden 21 % unter dem 52-Wochen-Hoch und fast 50 % unter dem Allzeithoch gehandelt.

Impinj stellt RFID-Etiketten (Radio Frequency Identification), Sensoren und Software her. Die RFID-Etiketten sind klein, langlebig und preiswert. Sie sind auch in der Lage, mit neuen Informationen aktualisiert zu werden.

Das sorgte dafür, dass man im Einzelhandel Fuß fassen konnte. Dort fungieren sie als eine Art vielseitigere und fortschrittlichere Version des Strichcodesystems. Die Luftfahrtindustrie war eine weitere Wachstumsquelle, da die RFID-Etiketten den Fluggesellschaften und Passagieren eine bessere Rückverfolgung des Gepäcks ermöglichen.

Aber Vorsicht: Einzelhandel und Fluggesellschaften sind durchaus krisengeschüttelt. Der pandemiebedingte Gegenwind in diesen wichtigen Märkten führte dazu, dass der Umsatz im zweiten Quartal um fast 31 % zurückging.

Langfristig ist jedoch davon auszugehen, dass Impinj sich wieder erholen wird und die Aktie somit auch wieder steigt. Zuvor gelang es dem RFID-Spezialisten, den Umsatz im Geschäftsjahr 2019 um 24,6 % und im ersten Quartal dieses Jahres um 44,6 % gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Das Unternehmen wird wahrscheinlich wieder ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnen und verfügt langfristig über ein enormes Expansionspotenzial.

3. Zuora

Abobasierte Modelle anstatt einmaliger Produkt- oder Lizenzverkäufe waren einer der einflussreichsten und profitabelsten Geschäftstrends der letzten zehn Jahre. Wiederkehrende Einnahmequellen machen Unternehmen berechenbarer und auch langfristig profitabler. Eine allgemeine Verlagerung zum E-Commerce hat ebenfalls zum Aufstieg abobasierter Modelle geführt.

Zuora (WKN: A2JHJJ) bietet Softwaredienste für Unternehmen an, die ihre Geschäfte auf Abonnementbasis einfach implementieren und skalieren können. Natürlich setzt Zuora dabei selbst auf das Abo-Modell.

So einflussreich das Wachstum der Abonnement-Wirtschaft bislang auch war, die transformativen Auswirkungen dieser Verlagerung befinden sich insgesamt noch in einem frühen Stadium. Wenn wirtschaftliche Herausforderungen auftauchen und sich Unsicherheit abzeichnet, werden Unternehmen zögerlicher. Dazu gehören auch Entscheidungen zur Implementierung neuer Softwaresysteme oder zur Erschließung neuer Märkte. Dadurch ist es für Zuora schwieriger geworden, neue Kunden ins Boot zu holen. Doch der Schwung sollte wieder zurückkommen.

Dieses Jahr haben viele wachstumsabhängige Tech-Aktien eine überraschend starke Performance gezeigt. Doch die Aktie von Zuora hat seit Jahresbeginn etwa 24 % ihres Wertes eingebüßt. Das Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von etwa 1,3 Milliarden USD und wird zum 4,3-Fachen der für dieses Jahr erwarteten Umsätze gehandelt. Das ist keine allzu schlimme Bewertung, die noch viel Luft nach oben lässt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Zuora und empfiehlt Aktien von Impinj. Keith Noonan besitzt Aktien von Himax Technologies, Impinj, and Zuora. Dieser Artikel erschien am 17.10.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020