3 potenzielle Käufer von Groupon

Motley Fool Investmentanalyst

Der nächste große Deal bei Groupon (WKN:A1JMC2) könnte Groupon selbst sein. Recode schreibt, dass das Unternehmen sich mit potentiallen Käufern an den Verhandlungstisch gesetzt hat. Mindestens zwei Quellen haben Recode mitgeteilt, dass die Führungskräfte von Groupon und Investmentbanking-Vertreter mehrere börsennotierte Unternehmen kontaktiert haben, um einen potentiell Käufer zu finden.

Der größte Vorteil für die Investoren ist, dass sich diese Buyout-Gerüchte nur selten bewahrheiten. Es könnte sich nur um Gerüchte handeln, der Verkäufer kann kalte Füße bekommen, oder vielleicht wird kein ernsthafter Käufer gefunden. Es ist ziemlich peinlich, eine Auktion zu haben, bei der niemand bietet, aber es kommt vor.

Groupon geht es ziemlich gut für ein Unternehmen, das angeblich zum Verkauf steht. Der Umsatz ist in neun aufeinander folgenden Quartalen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, was jedoch geplant war. Groupon trennt sich von unterdurchschnittlichen internationalen Geschäften und margenschwachen Merchandising-Ausverkaufsartikeln. Das Unternehmen war in zwei der letzten drei Quartale profitabel. Groupon hat auch eine relativ saubere Bilanz und jede Menge liquide Mittel. Die Aktie notiert deutlich unter den kurzfristigen Höchstständen des Vorjahres, hat sich aber gegenüber dem Tiefststand von Anfang 2016 mehr als verdoppelt. Groupon würde unter dem Management von Alphabet (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H), Alibaba (WKN:A117ME) oder IAC (WKN:A0Q8BY) auch gut aussehen. Lass uns durchgehen, warum alle drei Unternehmen sich für einen Kauf entscheiden könnten.

Alphabet

Bevor Groupon an die Börse ging, geistere das Gerücht herum, dass das Unternehmen ein Übernahmeangebot von Google in Höhe von 6 Mrd. US-Dollar ablehnte. Der Schuss ging jedoch nach hinten los. Groupon verfügt jetzt über eine Marktkapitalisierung von 2,5 Mrd. US-Dollar, und mit einem anständigen Teil davon in bar sehen wir einen Unternehmenswert von knapp unter 2 Mrd. US-Dollar.

Man kann argumentieren, dass Alphabet Groupon nicht mehr benötigt. Daily Deals sind keine boomende Nische mehr wie sie vor einem Jahrzehnt war, und die Interessen von Alphabet haben sich erweitert. Allerdings profitiert Google immer noch von der lokalen Suche und das ist genau der Bereich, in dem Groupon dem Unternehmen helfen würde, aus den Suchanfragen für lokale Events Geld zu machen. Groupon würde helfen, Alphabets bereits gefüllte Kartei mit den Kontakten von verschiedenen lokalen Unternehmen zu füllen, die bereit sind, zu zahlen, um bemerkt zu werden. Das ist immer noch ein verlockendes Geschäft, bei dem Alphabet keine 6 Mrd. US-Dollar mehr für die Übernahme zahlen müsste.

Alibaba

Chinas führende E-Commerce-Plattform besitzt bereits einen Teil von Groupon. Vor zwei Jahren erwarb das Unternehmen einen Anteil von 5,6 % an Groupon. Aber das muss nicht zwangsläufig etwas zu bedeuten haben. Alibaba besitzt Anteile von vielen westlichen Dot-Coms, oft nur um von ihnen zu lernen.

Angesichts der wachsenden Beliebtheit von Gruppenkauf-Websites in China würde es jedoch nicht schaden, einen Pionier auf diesem Gebiet zu besitzen, der die globalen Ambitionen von Alibaba umsetzen kann. Das ist vielleicht ein langer Weg, aber wenn Groupon zum Verkauf steht, ist es schwer, Alibaba von der Liste der potenziellen Käufer zu streichen.

IAC/InterActiveCorp

IAC wurde letzten Sommer von B. Riley Analyst Sameet Sinha als potentieller Käufer vorgeschlagen. Er wies darauf hin, dass der CEO von IAC Joey Levin seit 2015 im Vorstand von Groupon ist, was immer noch der Fall ist. Levin kennt Groupon offensichtlich gut, und es ist der wahrscheinlichste Kandidat.

Heute sind IACs größte Geschäftsbereiche das Online-Dating und das Home Services Referral Business, was IAC nach dem Kauf von Angieslist übernommen hat. Groupons lokaler Schwerpunkt würde genau hineinpassen. Wenn Groupon zum Verkauf steht, ergibt IAC als Käufer viel Sinn, aber wir wissen, dass das manchmal nicht genug ist.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Alphabet (A-Aktien) und Alphabet (C-Aktien).

Dieser Artikel wurde von Rick Munarriz auf Englisch verfasst und am 09.07.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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