3. Olympia-Teilnahme: „Öl-Mann“ Taufatofua wieder dabei

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3. Olympia-Teilnahme: „Öl-Mann“ Taufatofua wieder dabei
3. Olympia-Teilnahme: „Öl-Mann“ Taufatofua wieder dabei
3. Olympia-Teilnahme: „Öl-Mann“ Taufatofua wieder dabei

Pita Taufatofua wurde bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro zur Berühmtheit.

Allerdings nicht für das, was er im Wettkampf tat, sondern vielmehr für seinen eingeölten Körper bei der Eröffnungsfeier.

Auch bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang war er dabei. Kurios: Sogar im Winter verzichtete er auf die Oberbekleidung.

Nun sorgt Taufatofua auch in Tokio für Aufsehen, bei seiner dritten Olympia-Teilnahme. Bei der Eröffnungsfeier glänzte er im wahrsten Sinn des Worte erneut mit seinem eingeölten Körper. Das ist ja schon Kult.

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230 Millionen Suchanfragen auf Google soll es in der Woche nach der Eröffnungsfeier in Rio gegeben haben: „Wo ist Tonga?“ Das erzählte Taufatofua dem britischen Guardian.

Taufatofua hat 129 000 Follower auf Instagram

Doch während Taufatofua, der im Pazifikstaat in der Nähe der Fidschi-Inseln aufgewachsen ist, als olympische Augenweide bekannt sein mag, ist er viel mehr als das. Er wurde Unicef-Botschafter. 15 Jahre hatte er als Sozialarbeiter sein Geld verdient und mit obdachlosen Kindern gearbeitet. „Da habe ich gesehen, was wahre Stärke ist“, sagte Taufatofua. Er hat ein Motivations-Buch geschrieben. Auf Instagram folgen ihm 129 000 Leute. Und sogar von Prinz Harry und Meghan wurde er 2018 zum Empfang eingeladen, als die beiden Tonga besuchten. Taufatofua ist ein Mann, der versucht ganz Ozeanien zu inspirieren.

Nachdem er bei den Winterspielen zum Skilanglauf gewechselt ist, wird der 37-Jährige nach der Qualifikation im letzten Jahr jetzt wie bereits 2016 im Taekwondo antreten. In Rio hatte er seinen einzigen Kampf übrigens mit 1:16 Punkten verloren.

Er will darüber hinaus der erste Mensch sein, der sich für drei verschiedene Olympische Spiele in drei verschiedenen Sportarten qualifiziert. Sein Ziel ist das Sprintkajak - dafür trainiert er schon seit fast zwei Jahren. Doch wenige Tage vor dem Ozeanien-Qualifikationsturnier brach sich Taufatofua eine Rippe, was eine Platzierung schwierig machte. Es gab noch eine weitere Gelegenheit, sich in Russland zu qualifizieren, aber die COVID-Reisebeschränkungen verhinderten eine Teilnahme.

Taufatofua will inspirieren

„Bei den Olympischen Spielen geht es darum, niemals aufzugeben“, sagte Taufatofua, der eine schwierige Kindheit durchlebte. Er will zeigen, dass auch Menschen wie er ihre olympischen Ziele erreichen können. „Wenn ich gehe und drei olympische Spiele mache, sagt vielleicht eines der Kinder, die zuschauen: ‚Ich werde das auch mal versuchen‘, und dann treiben sie sich selbst an. Und indem sie sich selbst anspornen, verbessern sie die Person neben sich und die Person neben ihnen“, sagte er.

Taufatofua lebt wirklich noch das olympische Motto: dabei sein ist alles.

„Für mich“, sagt er, „ist die größte Medaille das Wissen, dass es Leute gibt, die zuschauen und vielleicht inspiriert werden.“

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