3. Liga: Absteiger Würzburg weiter ohne Sieg

Die Fans feierten wie zu Erstliga-Zeiten, die Spieler holten ihre Kinder auf den Rasen, doch Steffen Baumgart mahnte zu Ruhe. "Wir wissen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben", sagte der Trainer des SC Paderborn nach dem 5:0 (3:0)-Kantersieg gegen Sonnenhof Großaspach, der die Ostwestfalen an die Tabellenspitze der 3. Liga katapultierte. Dabei war der Klub noch vor wenigen Wochen eigentlich Viertligist.

Die Fans feierten wie zu Erstliga-Zeiten, die Spieler holten ihre Kinder auf den Rasen, doch Steffen Baumgart mahnte zu Ruhe. "Wir wissen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben", sagte der Trainer des SC Paderborn nach dem 5:0 (3:0)-Kantersieg gegen Sonnenhof Großaspach, der die Ostwestfalen an die Tabellenspitze der 3. Liga katapultierte. Dabei war der Klub noch vor wenigen Wochen eigentlich Viertligist.

Wäre alles normal gelaufen, hätte der SCP am Samstag gegen TuS Erndtebrück, Westfalia Rhynern oder den FC Wegberg-Beeck gespielt. Doch der finanzielle K.o. von 1860 München verhinderte Anfang Juni den dritten Abstieg in Folge, mit dem Paderborn sich schon abgefunden hatte. Zwei Monate später grüßen die Ostwestfalen mit zehn Zählern aus vier Spielen vor den punktgleichen Verfolgern Fortuna Köln und Werder Bremen II von der Tabellenspitze.

"Guten Morgen liebe Paderborn-Fans. Ist zwar nur eine Momentaufnahme - aber gut tut es trotzdem", schrieb der Klub unter die Tabelle, die er am Sonntag durchaus stolz via Twitter präsentierte. Stürmer Sven Michel, mit einem Tor und drei Vorlagen tags zuvor der Matchwinner, meinte: "Es ist einfach überragend, wie wir bislang auftreten. Aber wir werden auf dem Boden bleiben und weiter nur von Spiel zu Spiel schauen."

Auf dem Boden blieb auch Trainer Baumgart. Er wolle "den Moment genießen", mehr aber auch nicht, sagte der erst im April verpflichtete Nach-Nach-Nachfolger von Stefan Effenberg. Vielleicht hat auch Baumgart im Hinterkopf, dass Paderborn schon einmal nach vier Spieltagen Tabellenführer war. Vor drei Jahren war das, in der 1. Bundesliga, nach einem 2:0 gegen Hannover 96. Anschließend begann der steile Wege bergab.

"Zweites richtig geiles Heimspiel"

Fehlen eigentlich nur noch die Fans. Nur 5745 Zuschauer sahen am Samstag das 5:0, abgesehen von der Fankurve blieben die meisten Plätze leer. "Wer nicht gekommen ist, sollte sich langsam ärgern, nicht hier zu sein. Das war das zweite richtig geile Heimspiel", sagte Baumgart. Weitere sollen folgen.

Den ersehnten ersten Saisonsieg feierte derweil Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC durch ein 2:1 (0:1) gegen den bisherigen Co-Spitzenreiter Wehen Wiesbaden. Für Fortuna Köln, das punkt- und torgleich mit den Hessen in den Spieltag gegangen war, reichte es trotz einer 2:0-Führung nur zu einem 2:2 (1:0) bei Aufsteiger SpVgg Unterhaching, was nun Platz zwei bedeutet. Neuer Dritter ist Werder Bremen II, das bei Preußen Münster 1:0 (1:0) gewann.

Mit neun Punkten in Lauerstellung liegt der 1. FC Magdeburg nach einem 2:1 (2:0) gegen Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers, der weiter auf seinen ersten Sieg wartet. Noch ohne Dreier sind auch der VfL Osnabrück und der Hallesche FC, die sich am Sonntag 3:3 (2:1) trennten.

Mehr bei SPOX: Paderborn neuer Tabellenführer, Karlsruhe feiert ersten Sieg | MLB-Glossar: Baseball erklärt | Alle Infos zu den Dallas Mavericks