3 Gründe, warum Warren Buffett die Finger von Wasserstoff-Aktien lässt – und ich ihm folge

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Warren Buffett

Warren Buffett hat es mit einfachen Investmentregeln zu großem Erfolg gebracht. Im Kindesalter fing er bei null an. Mittlerweile verwaltet seine Investmentfirma ein Aktienvermögen von 282 Mrd. Dollar. Wenn Warren Buffett seine Weisheiten teilt, sollten wir daher genau hinhören.

Viele Privatanleger versuchen, mit Hypethemen wie Wasserstoff-Aktien das schnelle Geld zu machen. Warren Buffett dagegen hält sich gekonnt fern von Wasserstoff-Aktien und ähnlichen Hypes. Warum kluge Investoren es ihm gleichtun sollten.

1. Warren Buffetts Regel Nr. 1

Warren Buffetts erste Erfolgsregel lautet: „Verliere niemals Geld.“ Und um ganz sicher zu gehen, gibt es auch eine Regel Nummer zwei: „Vergiss niemals Regel Nummer eins.“

Der Grund ist einfach: Hast du einmal 50 % von deinem Vermögen verloren, brauchst du anschließend eine Verdopplung, nur um wieder beim Ausgangsniveau zu sein. Bei Wasserstoff-Aktien und anderen Hypes ist man einem hohen Risiko ausgesetzt, dass man der letzte „greater fool“ ist, der zu einem überteuerten Preis kauft. Die „greatest fools“ beim Wasserstoff-Hype kauften im Februar und liegen heute deutlich im Minus.

2. Buffett versteht Ballard, Nel und Co. nicht

Auch der zweite Grund ist erstaunlich einleuchtend, wenn man Warren Buffetts gesamte Philosophie erst einmal verstanden hat. Er sieht Aktien als Unternehmensbeteiligungen und nicht als Spielautomaten. Und warum um alles in der Welt sollte er sich an einem Unternehmen beteiligen, das er nicht versteht?

Stattdessen kauft er lieber Aktien, deren Geschäftsmodelle jedes Kind versteht – wie zum Beispiel Coca-Cola. Wasserstoff-Aktien wie die Nel-Aktie, Ballard Power-Aktie und Plug Power-Aktie gehören sicher nicht dazu. Wer in diese Aktien investiert, braucht ein solides Wissen über Ingenieurswesen und Naturwissenschaften. Warren Buffett hat dieses Wissen nicht und hat kein Problem damit, sich das auch einzugestehen.

3. Wasserstoff-Aktien sind nicht langweilig genug

Auch ich kenne den Reiz, bei jedem neuen Trend dabei sein zu wollen. Wer weiß, vielleicht juckt es sogar Warren Buffett hin und wieder in den Fingern. Doch seine tatsächlichen Trades sorgen in der Investmentgemeinde eher für gelangweiltes Gähnen. Warren Buffett aber macht das mit voller Absicht: Er ist der Meinung, dass gerade diese Investments die besten sind.

Warren Buffett hält sich ganz bewusst fern von unerprobten Unternehmen. Die gibt es im Feld der Wasserstoff-Aktien wie Sand am Meer. Zwar weiß er, dass die wenigen Gewinner, die aus dieser Menge emporsteigen werden, großartige Renditen liefern können. Und keine Frage, das Investieren in Start-ups und junge Firmen ist wesentlich spannender als das Halten von Coca-Cola-Aktien.

Doch einmal mehr sieht Warren Buffett ein, dass er nicht dazu in der Lage ist, diese Gewinner frühzeitig zu identifizieren – auch bei Wasserstoff-Aktien. Stattdessen investiert er langweilig und dafür sicher.

Der Artikel 3 Gründe, warum Warren Buffett die Finger von Wasserstoff-Aktien lässt – und ich ihm folge ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christoph Gössel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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