3 Gründe, warum Diversifizierung der beste Freund eines Investors ist

Motley Fool Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.
Dividende Aktie Dividendenrendite Dividendenwachstum
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Du kannst dein Vermögen durch das Investieren beträchtlich vermehren, aber je nach deiner Zuteilung könntest du auch auf Probleme stoßen. Du tauscht Risiko gegen Belohnung, in der Hoffnung, dass du Verluste vermeiden kannst, aber sie gänzlich zu umgehen, ist unglaublich schwierig.

Du kannst sie jedoch vermindern. Wenn du jemand bist, der gerne mit möglichst wenig Turbulenzen investiert, hier sind drei Möglichkeiten, wie Diversifizierung helfen kann.

1. Diversifizierung senkt dein Risiko

Wenn du nur ein oder zwei Aktien besitzt, kannst du einen wirklich großen Gewinn erzielen, wenn die Aktien gut laufen, aber du kannst auch viel verlieren, wenn sie schlecht laufen. Wenn du dich mit diesem Kompromiss nicht wohl fühlst, kannst du dein Risiko durch Diversifizierung verringern.

Wenn du 2008, während der Finanzkrise, nur Aktien wie Bear Stearns oder Lehman Brothers besessen hättest, hättest du gesehen, dass dein Portfoliowert auf Null gesunken wäre. Wenn du jedoch alle Aktien des S&P 500 über einen ETF wie den SPDR S&P 500 ETF (WKN:A1JULM) besessen hättest, dann wäre dein Portfolio immer noch im Wert gesunken, aber nur um etwa 37 %.

Wenn du mehr Wertpapiere in dein Portfolio aufnimmst, kannst du das Konzentrationsrisiko mindern, vorausgesetzt, es handelt sich nicht um die gleiche Art von Aktien. Diversifizierung sieht für jeden anders aus, und es gibt keine Faustregel dafür, wie viele Aktien du besitzen musst. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass du deine Volatilität stark verringern kannst, wenn du 20 verschiedene Aktien gleich gewichtest.

2. Die Diversifizierung kann dein Engagement in verschiedenen Anlageklassen erhöhen

In der Vergangenheit war Bargeld weniger volatil als Anleihen, und Anleihen waren weniger volatil als Aktien. Du solltest auf lange Sicht die größte Belohnung für das Halten von Aktien bekommen, da sie das größte Risiko bergen. Das bedeutet aber nicht, dass sie über kürzere Zeiträume immer die beste Performance aufweisen.

In Bullenmärkten schneiden die Anlageklassen mit dem höchsten Risiko gut ab, aber in Bärenmärkten gelten diejenigen mit dem geringsten Risiko oft als sichere Häfen und können eine Outperformance erzielen. Zum Beispiel in der ersten Hälfte dieses Jahres, als der Aktienmarkt aufgrund der Angst vor dem Coronavirus abstürzte, schnitten festverzinsliche Produkte besser ab als Aktien. Es ist unmöglich vorherzusagen, welches Jahr eine Baisse und welches eine Hausse bringen wird. Aus diesem Grund ist es eine gute Strategie, dein Engagement in verschiedenen Anlageklassen zu erhöhen, indem du einige oder alle davon besitzt.

Wenn dein Portfolio richtig diversifiziert ist, wird es über die Aufteilung auf die wichtigsten Anlageklassen wie Aktien, Bargeld und Anleihen hinausgehen. Du musst auch innerhalb dieser Anlageklassen diversifiziert sein. Wenn du zum Beispiel Aktien aus verschiedenen Sektoren besitzt, Large-Cap- und Small-Cap-Aktien mischst und einige US-amerikanische und einige internationale Aktien in deinem Portfolio hast, wirst du dich gut entwickeln.

3. Diversifizierung kann deine Rendite glätten

Indem du so dein Risiko verringerst, kannst du deine Rendite tatsächlich verbessern und glätten. Stell dir vor, du hättest 100.000 Dollar, die du entweder in ein Portfolio nur mit Aktien (Portfolio A) oder in ein Portfolio, das zur Hälfte aus Aktien und zur Hälfte aus Bargeld besteht (Portfolio B), investieren kannst.

Du wirst mit Portfolio A belohnt, indem du in positiven Börsenjahren doppelt so viel verdienst, aber du verlierst auch doppelt so viel in Jahren, in denen der Aktienmarkt negativ ist. Nach einem Jahr mit großen Verlusten, gefolgt von einem Jahr mit großen Gewinnen und dann einem Jahr mit moderaten Gewinnen, hat Portfolio B einen höheren Endbetrag als Portfolio A.

Portfolio

Jahr 1

Jahr 2

Jahr 3

Endbetrag

Portfolio A

(40 %)

30 %

12 %

87.360 USD

Portfolio B

(20 %)

15 %

6 %

97.520 USD

DATENQUELLE: BERECHNUNGEN DES AUTORS. GEHT DAVON AUS, DASS BARGELD, DAS IM PORTFOLIO B GEHALTEN WIRD, KEINE RENDITE HAT, BASIEREND AUF DEN AKTUELLEN ZINSSÄTZEN.

Warum? Weil es einen Wert hat, deine Verluste zu begrenzen; wenn du das tust, kommst du schneller wieder in die schwarzen Zahlen. Eine glattere Rendite kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass du wegen deiner Emotionen eher auf Kurs bleibst, als dass du deine Investitionen zum falschen Zeitpunkt verkaufst.

Du arbeitest hart für dein Geld, und zu sehen, wie der Wert deines Kontos sinkt, ist nicht schön, besonders wenn es dir dadurch schwerer fällt, deine finanziellen Ziele zu erreichen. Volatilität ist ein Teil des Investierens, aber es ist möglich, die Volatilität zu begrenzen und trotzdem Geld zu verdienen. Die perfekte Mischung aus Risiko und Belohnung zu finden, ist ein empfindliches Gleichgewicht, und Diversifizierung ist das Werkzeug, um es zu finden.

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Dieser Artikel wurde von Diane Mtetwa auf Englisch verfasst und am 16.10.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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