251 unerlaubte Einreisen an brandenburgisch-polnischer Grenze

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POTSDAM/FRANKFURT (Oder) (dpa-AFX) - An der deutsch-polnischen Grenze in Brandenburg sind nach Angaben der Bundespolizei am vergangenen Wochenende 251 unerlaubte Grenzübertritte festgestellt worden. Das sei ein neuer Höchstwert für Wochenenden, teilte die Bundespolizei am Montag mit. Die Menschen kamen von Belarus über Litauen und Polen.

Meist seien es größere Gruppen von Menschen gewesen, die unerlaubt eingereist seien, hieß es. Am Freitag kontrollierten Bundespolizisten nach einem Zeugenhinweis eine Gruppe von zwölf Irakern in der Ortschaft Falkenhagen (Mark), die keine Aufenthaltsgenehmigungen vorweisen konnten. Eine 20-jährige Schwangere wurde zur medizinischen Betreuung in ein Krankenhaus gebracht. Wenige Stunden später wurde eine 31-köpfige Gruppe entdeckt: 29 Iraker und 2 Syrer.

Am Samstag ermittelte die Bundespolizei nach Hinweis eines Zeugen in Frankfurt (Oder) nahe dem Amtsgericht 15 irakische Staatsangehörige. Sie konnten keine Dokumente vorweisen, die ihren Aufenthalt legalisiert hätten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes in Eisenhüttenstadt übergeben.

Zur effektiveren Ergänzung von Fahndungsmaßnahmen setzt die Bundespolizei nach den Angaben eine Reiterstaffel ein. Sie können auch in unzugängliche Geländeabschnitte vordringen.

Regierungen mehrerer EU-Länder, darunter Polen, beschuldigen den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass sein Land Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen. Litauen hat nach früheren Angaben inzwischen an seiner Grenze zu Belarus mit dem Bau eines 508 Kilometer langen Zauns begonnen. Auch im benachbarten Lettland laufen die Arbeiten für den Bau eines Zauns.

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