250.000 Pfund für Promi-Haar: Ist das der skurrilste Onlineshop der Welt?

Diese Haarsträhne von Marilyn Monroe ist ein kleines Vermögen wert. (Bild: Caters News)

Die einen sammeln Autogramme, andere eben Haare von berühmten Persönlichkeiten. Mit Letzterem kann man sogar richtig viel Geld verdienen, wie ein Brite mit seinem Onlineshop „Paul Fraser Collectibles“ beweist.

Es ist ein weitverbreiteter Brauch, die erste Locke vom eigenen Kind aufzubewahren oder den mühsam gepflegten Pferdeschwanz zu behalten, von dem man sich zugunsten einer Kurzhaarfrisur verabschiedet hat. Dass man Haare von fremden Leuten sammelt und aufbewahrt, ist hingegen eher ungewöhnlich. Doch genau das ist die Leidenschaft von Paul Fraser, einem britischen Onlineshop-Betreiber.

Sammler Paul Fraser verkauft das Monroe-Haar neben anderen Promi-Haaren in seinem Onlineshop. (Bild: Caters News)

Fraser sammelt Strähnen und ganze Bündel von Promi-Haaren. In seiner Online-Sammlung befinden sich die Haare von Stars wie Marilyn Monroe, Elvis Presley, Michael Jackson und Justin Bieber. Besonders stolz ist er auf das historische Haar von John F. Kennedy und John Adams, einem der Gründerväter der Vereinigten Staaten.

In seinem Internet-Shop „Paul Fraser Collectibles“ verkauft der Sammler seine Stücke regelmäßig – und lässt sie sich gut bezahlen. Sein teuerstes Exemplar sind die Haare von Filmikone Marilyn Monroe. Ihr Schopf stammt von einem Friseur-Besuch kurz vor ihrem legendären Auftritt bei John F. Kennedy, bei dem sie „Happy Birthday Mister President“ sang. Für dieses Haarbüschel will er 250.000 Pfund (umgerechnet rund 280.000 Euro). Für Haare von Justin Bieber, die dieser einst Moderatorin Ellen DeGeneres in ihrer Talkshow schenkte, verlangt der Verkäufer 35.000 Pfund (umgerechnet rund 39.000 Euro).

Justin Biebers Haare kommen formschön in einem Plastikbehälter daher. (Bild: Caters News)

Die Haare kauft Fraser von anderen Sammlern. „Das Wichtigste ist, dass die Herkunft nachvollziehbar ist“, erklärt der Shop-Betreiber sein Geschäft gegenüber der US-Nachrichtenagentur „Caters News“. „Es muss eine lückenlose Dokumentation über die Eigentümer der Haare existieren, von der berühmten Person bis hin zu der Person, die sie jetzt verkaufen will. Wenn es die nicht gibt, kaufen Sie sie besser nicht.“