Vor 25 Jahren : Nordsee: Wie mutige Aktivisten eine riesige Umweltsauerei stoppten

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Vor 25 Jahren besetzten Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace die Ölplattform Brent Spar in der Nordsee. Mit Rückenwind von Medien und Öffentlichkeit zwangen sie den Ölkonzern Shell, auf die geplante Versenkung in der Tiefsee zu verzichten. Im Frühjahr 1995 stand die deutsche Öffentlichkeit einig hinter der Umweltorganisation Greenpeace und gegen die Ölkonzerne Shell und Esso. Greenpeace-Aktivisten besetzten am 30. April in der Nordsee die ausgediente Ölplattform Brent Spar und forderten, auf die geplante Versenkung des riesigen Stahltanks in der Tiefsee zu verzichten. „Es ging um den Schutz der Meere; wir fühlten, dass wir das Recht auf unserer Seite haben“, sagt Christian Bussau von Greenpeace, der damals dabei war. „Ein Konzern darf nicht mal eben so seinen Industrieschrott im Meer entsorgen.“ Nach Greenpeace-Aktion: Shell-Tankstellen boykottiert Tatsächlich war die Sachlage etwas komplexer, doch das spielte im Verlauf der Kampagne keine große Rolle. Nachdem die Bilder der mutigen Schlauchboot-Aktivisten in stürmischer See vor dem gigantischen Stahl-Ungetüm im Fernsehen gelaufen waren, stellte sich niemand mehr auf die Seite von Shell. Kirchen und Gewerkschaften, Medien und Politik ergriffen einhellig Partei für die Umweltschützer. Shell-Tankstellen in Deutschland wurden boykottiert, in Einzelfällen sogar attackiert. Vergleichbar war die Brent-Spar-Kampagne mit den Anti-Atom-Protesten zuvor und den Fridays-for-Future-Demonstrationen heute. Wobei der Protest in Deutschland nicht auf der Straße stattfand, sondern auf hoher See und in den Medien. Die Aktivisten trugen die Hauptlast. „Wir hatten keinen Strom, kein fließendes Wasser, Duschen gab es auch nicht“, erinnert sich Bussau. „Wir hatten einen Raum beheizt, sonst war es bitterkalt. Die Temperaturen Anfang Mai lagen knapp über dem Gefrierpunkt. Weil es so kalt war, haben...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo