25:1 - Schiedsrichter bricht aus Mitleid ab

Kai Hartwig
Im niederrheinischen Moers zappelte der Ball gleich 25 Mal im Netz des SV Schwafheim

In der Kreisliga B2 in Moers ist es zu einem kuriosen Zwischenfall gekommen. Am 14. Spieltag empfing die Zweitvertretung des GSV Moers den SV Schwafheim II. Das Spiel war für den 11.11. angesetzt worden, in Nordrhein-Westfalen der Beginn der Karnevalssaison.

Dieser Umstand hatte auch massive Auswirkungen auf die Mannschaftsstärke der Gäste. Lediglich acht Spieler der Schwafheimer fanden sich in Moers zum Spiel ein und widerstanden dem Bedürfnis, stattdessen lieber Karneval zu feiern.

Der dezimierte Tabellenletzte war der Heimmannschaft gnadenlos unterlegen, Moers traf ab der zehnten Spielminute fast im Minutentakt. Bereits nach 24 Minuten hatte sich Schwafheim zehn Tore gefangen. 

Schiedsrichter hat Mitleid

Zwischenzeitlich konnte der SVS zum 1:15 "verkürzen", doch das war nur der Ehrentreffer. Nach 58 Minuten Spielzeit stand es 25:1 für Moers II. In diesem Moment hatte der Schiedsrichter ein Einsehen und brach die Begegnung aus Mitleid mit den überforderten Schwafheimern ab.

Bei den Siegern traf allein Mittelfeldspieler Dennis Lerche zehn Mal und katapultierte sich dadurch in nur einem Spiel auf Platz zwei der Torjägerliste.

Schwafheim rehabilitierte sich eine Woche später im Kellerduell gegen den VfL Rheinhausen. Durch den 4:3-Sieg gegen den direkten Konkurrenten gab der SVS die Rote Laterne an Rheinhausen ab und verbesserte sich auf den vorletzten Rang - trotz eines katastrophalen Torverhältnisses von 13:118.