24h Le Mans 2020 dank Herbst-Datum superschnell


Durch die Verschiebung in den Herbst könnte das 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2020 eine der schnellsten Ausgaben der Geschichte werden. Das glaubt zumindest Goodyear-Motorsportchef Ben Crawley.

"Zwischen Juni und September kann es große Temperaturunterschiede geben, von einstelligen Unterschieden bis zu einem Delta von 30 Grad. Und das alles, bevor wir überhaupt über die Asphalttemperatur sprechen.", sagt er im offiziellen Podcast der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Goodyear rüstet eine Reihe von LMP2-Teams aus.

Der Asphalt wird im September deutlich länger kühl bleiben, weil die Nacht länger andauert als Mitte Juni um die Sommersonnenwende herum. "Wir haben also generell kühlere Temperaturen und das für länger - vielleicht mehr als neun Stunden Nacht."

"Aus diesem Grunde könnte es ein sehr schneller September in Le Mans werden. Kühlere Temperaturen gehen mit der Erwartung einher, dass Fahrer und Teams eine bessere Balance finden werden, wenn sie weichere Reifen verwenden."

Noch ein Aspekt kommt hinzu: "Bei kühleren Bedingungen gibt es potenziell kürzere Boxenstopps, weil die Reifen nicht so oft gewechselt werden müssen."

Das bekannteste Langstreckenrennen der Welt musste in diesem Jahr wegen des Coronavirus SARS-CoV-2 in den September verschoben werden. Weitere Verschiebungen in den Oktober oder gar November hat der Veranstalter ACO nicht ausgeschlossen.

Ob es zu einem neuen Distanzrekord kommt, würde in erster Linie von der Anzahl der Neutralisierungen (Slow Zones, Safety-Car) abhängen. Der Rekord feiert dieses Jahr runden Geburtstag und stammt von der Dieselparty aus dem Jahr 2010, als Mike Rockenfeller, Romain Dumas und Timo Bernhard im Audi R15+ TDI 5410,713 Kilometer zurücklegten.

Es wäre die vorerst letzte Chance auf einen neuen Rekord, da es das letzte Jahr der derzeitigen Generation von LMP1-Boliden sein wird. Ab 2021 übernehmen die langsameren Hypercars das Kommando.

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