"Wir sind durch 24 Länder mit dem E-Auto gereist – in Deutschland ist es kompliziert"

Uschi Jonas
Benedikt Ummen und Magdalena Witty haben mit ihrem Tesla 24 Länder bereist.

23.275 Kilometer, 24 Länder, 140 Tage – Magdalena Witty und Benedikt Ummen wollten einmal im Leben eine große Reise machen. Aber das ist keine Geschichte von Weltenbummlern, die mit einem Backpacker-Rucksack oder einem alten VW-Bully die Welt entdecken wollten.

Das junge Paar wollte es mit einem Elektroauto schaffen. Einem Wagen also, dessen Batterie alle paar 100 Kilometer wieder aufgeladen werden muss.

Sie fuhren von der Schweiz aus über die Alpen an die Adria, über den Balkan, den Kosovo, Bulgarien über den Bosporus in die Türkei, am Schwarzen Meer entlang nach Georgien, Armenien, in den Iran, durch die Wüste und Steppe in Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan nach Kirgisistan, Russland und Estland bis nach Deutschland.

Anfängliches Misstrauen wandelte sich immer in Begeisterung

Ihr Tesla war auf den Straßen vieler Länder das erste Elektroauto, das jemals dort gefahren ist. Außerhalb der EU war das Misstrauen an den Grenzen oft groß.

Aber dann: “In vielen europäischen und asiatischen Ländern waren viele begeistert, als sie verstanden hatten, dass unser Auto ohne Benzin, Diesel oder Gas funktioniert”, sagt Ummen. Sie waren überall eine Attraktion.

Die Reiseroute von Benedikt Ummen und Magdalena Witty

Schwarz lackiert, mit gelben Streifen und Länderflaggen beklebt und einer Weltkarte auf der Heckscheibe: Auffällig ist der Wagen auch am Berliner Hauptbahnhof, wo wir das Paar treffen und gemeinsam mit ihm eine Runde durch die Hauptstadt drehen.

Kanzleramt. Reichstag. Halt vor der Landesvertretung von Schleswig-Holstein und Niedersachsen, dort gibt es eine kostenlose Ladestation.

“Wir wollten beide mal ein Abenteuer erleben”, sagt der 28-Jährige Ummen. “Wir wollten zeigen, dass das geht, dass man mit einem Elektroauto durch die Welt reisen kann – und...

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