22 EU-Staaten haben in Corona-Krise wieder mit Öffnung von Schulen begonnen

Geschlossene Schule in Halle/Saale

In der Corona-Krise haben 22 der 27 EU-Staaten mit der Wiedereröffnung von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen begonnen. Der Großteil habe mit der Betreuung in Kindergärten und Unterricht in einigen Klassen der Grundschulen begonnen, sagte die kroatische Bildungsministerin Blazenka Divjak nach einer Video-Konferenz mit ihren EU-Kollegen am Montag. Daneben seien auch weiterführende Schulen für die Abschlussjahrgänge und Berufsschulen wiedereröffnet worden.

Bisher habe sie noch von keinem Mitgliedstaat gehört, in dem das gesamte Schulsystem schon wieder laufe, sagte Divjak, deren Land derzeit den EU-Vorsitz innehat. Es herrsche eine "eher vorsichtige" Herangehensweise vor, auch wenn es bisher keine Berichte über wieder steigende Infektionszahlen wegen Schulöffnungen gebe. Um dies zu bewerten, sei es "aber wahrscheinlich zu früh".

Die EU-Minister seien sich einig gewesen, dass die Umstellung auf Digitalangebote unter den Umständen einer Pandemie "ziemlich gut" funktioniert habe, sagte Divjak. Natürlich müsse aber auch über noch herrschende Defizite diskutiert werden - auch weil unklar sei, wie lange die Pandemie noch anhalte. "Wir wissen nicht, was für eine Art von akademischem Jahr wir ab dem Herbst haben werden."

Viele Minister hätten gefordert, mehr in die Digitalisierung von Schulen zu investieren. Einige Mitgliedstaaten hätten auch berichtet, dass sie nun im Sommer für schwächere Schüler Kurse anbieten würden, damit diese verpassten Stoff nachholen könnten.