21-Jähriger erschießt in den USA drei Menschen und danach sich selbst

Bei einem erneuten Schusswaffenangriff in den USA hat ein 21-Jähriger offenbar wahllos drei Menschen getötet. Nach der nächtlichen Bluttat rund um ein Lebensmittelgeschäft in Yakima im US-Bundesstaat Washington habe der Schütze offenbar seine Mutter angerufen und sich anschließend selbst erschossen, teilte die Polizei am Dienstag (Ortszeit) mit. Erst am Montag und am Samstag waren in den USA insgesamt 18 Menschen bei Schusswaffenangriffen getötet worden.

"Es scheint sich um eine zufällige Situation zu handeln", beschrieb der Polizeichef der Stadt Yakima, Matthew Murray, die Tat in der 100.000-Einwohner-Stadt südöstlich von Seattle. Es habe keinen offensichtlichen Konflikt zwischen den drei Todesopfern und dem Täter gegeben.

Die ersten tödliche Schüsse fielen den Bildern der Videoüberwachung zufolge in einem Lebensmittelgeschäft, sagte Murray. Dann sei der Täter aus dem Laden gekommen und habe ein weiteres Opfer erschossen. Schließlich habe er die Straßenseite gewechselt und erneut auf jemanden geschossen.

Der mutmaßliche 21-jährige Täter machte sich Murrays Angaben zufolge dann mit einem gestohlenen Auto davon. Die Polizei leitete eine Großfahndung nach dem Schützen ein. Sie warnte die Öffentlichkeit, der Verdächtige sei "bewaffnet und gefährlich".

Nach einigen Stunden ging bei der Polizei der Notruf einer Frau ein, deren Handy sich der Schütze ausgeborgt habe. "Dann hat er seine Mutter angerufen und einige belastende Äußerungen gemacht, so etwa 'Ich habe diese Leute getötet'", sagte Polizeichef Murray unter Berufung auf die Handy-Besitzerin. Außerdem habe der 21-Jährige mehrfach geäußert, dass er sich selbst töten werde.

Als daraufhin mobilisierte Rettungskräfte vor Ort eintrafen, hörten sie die Schüsse, die der junge Mann gegen sich selbst richtete. "Sie leisteten medizinische Hilfe, um sein Leben zu retten, aber er wurde später für tot erklärt", sagte Murray.

Die Schüsse in Yakima sind ein weiterer Fall der grassierenden Waffengewalt, welche die USA erschüttert. Bei zwei Vorfällen in Kalifornien waren am Montag und am Samstag 18 Menschen getötet worden. Bei der Tat am Montag schoss ein Mann auf zwei Farmen südlich von San Francisco um sich und tötete sieben Farm-Arbeiter. Der Schütze wurde festgenommen.

Am Samstag hatte ein 72-jähriger Mann in einem Tanzclub im Großraum Los Angeles das Feuer auf die Anwesenden eröffnet, elf Menschen starben. Das Blutbad in dem von vielen Menschen asiatischer Herkunft bewohnten Ort Monterey Park ereignete sich während der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest. Der mutmaßliche Täter Huu Can Tran erschoss sich auf der Flucht vor der Polizei in seinem Lieferwagen.

yb/ju