2020 & der Ruhestand: 3 Dinge, die du mitnehmen solltest!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Älteres Paar beim Strandurlaub
Älteres Paar beim Strandurlaub

Das Börsenjahr 2020 bestand aus sehr extremen, jedoch auch sehr unterschiedlichen zwölf Monaten. Wir haben zwei Rekordhochs innerhalb dieses Jahres gesehen. Einen ausgewachsenen Crash. Das alleine dürfte bereits zeigen, wie außerordentlich der vergangene Zeitraum gewesen ist.

Das dürfte mit Sicherheit auch einige Ruheständler aus der Verfassung gebracht haben. Zumindest diejenigen, die auf Aktien oder ETFs setzen, um ihre finanziellen Ziele beim Thema Ruhestand zu erreichen.

Hier sind jedenfalls einige Erkenntnisse, die ich aus dem Jahre 2020 zum Thema Ruhestand gewonnen habe. Möglicherweise können sie auch dir helfen, finanziell besser zu planen.

Ruhestand: Cashpolster für Crash!

Eine erste Erkenntnis, die wir generell aus dem Börsenjahr 2020 ziehen können, ist, dass ein Crash jederzeit möglich sein kann. Das ist allerdings keine größere Überraschung, jedoch womöglich die Konsequenz, die das für deine Ruhestandsplanung besitzen kann.

Wer alsbald in den Ruhestand gehen möchte, der sollte womöglich vorsorgen: Ein Cashpolster für schwierigere Zeiten könnte ein Weg sein, um sicherzustellen, dass man nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt viele Aktien- oder ETF-Anteile verkaufen muss.

In besseren Zeiten, ja, womöglich sogar zu rekordverdächtigen Zeiten könnte es daher angebracht sein, sich ein moderates Cashpolster anzulegen, um zumindest stets einen Zeitraum von ca. einem Jahr innerhalb eines Crashs überbrücken zu können. Das wäre zumindest etwas, das ich zum Beginn oder im Vorfeld meiner Entsparphase berücksichtigen würde.

Günstig kaufen und Rendite maximieren!

Wer allerdings nicht bereits in der Entsparphase, sondern noch beim Vermögensaufbau ist, der sollte eine weitere Sache beherzigen: Nämlich, dass ein Börsencrash eine ideale Möglichkeit ist, um günstig starke Aktien zu kaufen. Sowie die eigene Rendite außerordentlich zu maximieren.

Das Börsenjahr 2020 ist ein weiterer Beweis gewesen, das man bei einem Crash oder einer Korrektur langfristig orientiert günstig zuschlagen sollte. Wer in der Nähe der Korrektur- oder Crashtiefs dieses Jahres gekauft hat, der freut sich inzwischen schließlich über eine deutlich zweistellige Rendite.

Gerade für den Ruhestand kann so ein Renditekick daher etwas sein, auf das man besser nicht verzichten sollte. Unverhofft kommt zwar oft. Aber ein Börsencrash doch eher vergleichsweise selten, weshalb man diese außerordentliche Situation nicht ungenutzt verstreichen lassen sollte.

Langfristige Ziele verfolgen!

Zu guter Letzt sollte man jedoch auch stets die Kirche im Dorf lassen: Ein Jahr ist im Endeffekt weiterhin bloß ein Jahr. Sowie ein kleineres Mosaiksteinchen beim Thema Ruhestandsplanung, das deutlich längerfristig orientiert angegangen werden sollte.

Den eigenen Ruhestand zu retten und zu sichern benötigt mehr zeitliche Planung. Idealerweise sollte man möglichst langfristig über Jahrzehnte versuchen, ein Vermögen für die eigene Altersvorsorge aufzubauen. Ein einzelnes Ausnahmejahr kann dabei natürlich wichtig sein. Allerdings sollte man niemals einen so kurzen Zeitraum überbewerten.

Ruhestand: Auch 2021 ein Thema!

In diesem Sinne können wir daher letztlich festhalten: Das Thema Ruhestand wird natürlich auch im Jahre 2021 ein Thema bleiben. Es wird weiterhin attraktive Aktien zum Kaufen geben. Möglicherweise auch eine Korrektur oder eine Rallye. Wir werden sehen, was die kommenden zwölf Monate bringen werden.

Letztlich ist es, wie gesagt, wichtig, längerfristig orientiert dieses Ziel zu verfolgen. Damit wirst du ein Vermögen aufbauen sowie eine eigene Altersvorsorge retten können.

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