200 Toiletten gesperrt: Fieser Gestank im britischen Parlament

Im Londoner Parlament stinkt es gerade gewaltig. (Bild: ddp Images)

Weil es am Mittwoch im britischen Parlament zu einem Wasserrohrbruch kam, mussten sich die Abgeordneten mit üblem Geruch herumschlagen. Auch 200 Toiletten in dem renovierungsbedürftigen Gebäude waren unbenutzbar.

Der Rohrbruch sorgte dafür, dass der Wasserdruck abfiel und sich der Abwassergeruch in den Fluren des Parlaments verbreiten konnte. Von dem Schaden besonders betroffen seien laut der britischen Nachrichtenseite „The Sun“ die oberen Stockwerke des Londoner Regierungshauses, in dem einige der Abgeordneten ihre Büros haben.

Der Wasserrohrbruch hat neue Diskussionen über eine Renovierung des Parlaments ausgelöst. Tom Brake, ein Sprecher des Unterhauses, der für dessen Instandhaltung verantwortlich ist, sagte zu dem Vorfall: „Das Parlament kann nicht noch weitere zehn Jahre Däumchen drehen. Wenn die Toilettenspülungen ausfallen, weiß man, dass man das Problem nicht länger aussitzen sollte.“ Premierministerin Theresa May werde daher aufgefordert, Reparaturarbeiten für umgerechnet 6,78 Milliarden Euro zu bewilligen.

Die britische Premierministerin Theresa May soll nun Renovierungsarbeiten am Parlamentsgebäude anstoßen. (Bild: ddp Images)

Schon vor zwei Jahren seien die Probleme bekannt gewesen. Das viktorianische Gebäude hat noch alte Rohre, die regelmäßig gewartet werden müssen, um Rohrbruch und Verstopfungen durch Ablagerungen zu vermeiden. „Die Bevölkerung hatte immer Angst, dass ein Brand das Parlament zerstören könnte, aber das Rohrsystem ist mindestens genauso problematisch“, so Chris Bryant, Abgeordneter der Labour Party. „Vor einigen Jahren musste die Belegschaft gegen Hepatitis geimpft werden, weil sie in Kontakt mit Verschmutzungen durch ein geplatztes Rohr kamen.“