2. Liga: kicker: Zweitligisten erhalten 186 Mio. Euro aus den TV-Geldern - 32 Prozent mehr

Die Vereine der 2. Bundesliga dürfen in den kommenden Jahren mit wesentlich mehr Geld planen. Die 18 Klubs des Unterhauses erhalten aus der nationalen und internationalen Vermarktung der Fernseh- und Werberechte durch die DFL fast 32 Prozent mehr als in der vergangenen Saison, das berichtet der kicker am Donnerstag.

Die Vereine der 2. Bundesliga dürfen in den kommenden Jahren mit wesentlich mehr Geld planen. Die 18 Klubs des Unterhauses erhalten aus der nationalen und internationalen Vermarktung der Fernseh- und Werberechte durch die DFL fast 32 Prozent mehr als in der vergangenen Saison, das berichtet der kicker am Donnerstag.

Das entspricht rund 186 Millionen Euro - größter Profiteur ist Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt mit knapp 17 Millionen Euro.

Die Gelder werden gestaffelt aus dem neuen Fernsehvertrag ab 2017 bis 2021 verteilt. Die 36 Profiklubs sollen in den vier Jahren insgesamt 4,64 Milliarden Euro kassieren, in der kommenden Saison kommen laut kicker exakt 1.194.235.000 Euro zur Auszahlung - 15,6 Prozent erhält die 2. Liga.

Im November vergangenen Jahres war ein regelrechter Verteilungskampf entbrannt: Die Zweitligisten pochten auf die Fortschreibung der 20-Prozent-Klausel, die Bundesliga wollte nur den Besitzstand von 141 Millionen Euro garantieren. Die Klausel fiel. Über die Solidaritätsabgaben der Bundesliga aus den internationalen Einnahmen wird die Summe, die der Klausel entspräche, nun aber dennoch knapp erreicht.

Vier-Säulen-Prinzip

Darmstadt 98 erhält als zweiter Absteiger aus der Bundesliga über 15,5 Millionen Euro, Aufsteiger Holstein Kiel bekommt als Schlusslicht in der Vergabe 6,47 Millionen. Der ehemalige DDR-Meister Dynamo Dresden ist der große Nutznießer des Abstiegs von 1860 München: Sie verbesserten sich in der Fünfjahreswertung um einen Platz und erhalten rund eine Viertel Million mehr (insgesamt 7,73 Mio.).

Der neue, komplizierte Schlüssel basiert bei den nationalen Erlösen auf einem Vier-Säulen-Prinzip. Die wichtigste Neuerung ist dabei die Säule "Sportliche Nachhaltigkeit", der fünf Prozent zugeschrieben werden. Dort wird das sportliche Abschneiden der zurückliegenden 20 Spielzeiten berücksichtigt - Profiteure sind die "Traditionsvereine" wie der 1. FC Kaiserslautern (rund zwei Mio.) und der 1. FC Nürnberg (1,51 Mio.). Vizemeister und Bundesligist RB Leipzig erhält deshalb nur rund 630.000 Euro.

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