2. Liga: Jahn-Aufsichtsrat im Zuge der Regensburger Spendenaffäre angeklagt

In der Regensburger Spendenaffäre hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag nach 14-monatigen Ermittlungen Anklage gegen den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und drei weitere Personen erhoben. Darunter befindet sich auch Norbert Hartl, Aufsichtsrat bei Jahn Regensburg.

In der Regensburger Spendenaffäre hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag nach 14-monatigen Ermittlungen Anklage gegen den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und drei weitere Personen erhoben. Darunter befindet sich auch Norbert Hartl, Aufsichtsrat bei Jahn Regensburg.

Wolbergs, ehemaliger Aufsichtratschef des Klubs, werden laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft unter anderem besonders schwere Fälle der Bestechlichkeit und Vorteilsannahme vorgeworfen. Das Regensburger Landgericht muss nun entscheiden, ob ein Verfahren eröffnet wird.

Ein zentraler Bestandteil der Anklage sind die Vorgänge um die Vergabe eines ehemaligen Kasernengeländes, das die Stadt Regensburg 2011 erworben hatte. Wolbergs soll bei Grundstücksgeschäften den Bauunternehmer Volker Tretzel "bewusst in pflichtwidriger Weise bevorzugt" haben. Tretzel, der den SSV Jahn in der Vergangenheit finanziell großzügig unterstützt hat, und Wolbergs waren im Januar wegen der Angelegenheit verhaftet worden.

Hartl, ehemaliger Fraktionschef der SPD, soll im Sommer 2014 den Entwurf der Ausschreibung an Volker Tretzel geschickt haben, "mit der Aufforderung, Änderungswünsche in Rot einzutragen, was auch geschehen sein soll", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Auch Jahn Regensburg sei "Teil der Unrechtsvereinbarung".

In ihrer siebenseitigen Mitteilung wies die Staatsanwaltschaft darauf hin, dass bis zu einem möglichen Urteil weiterhin die Unschuldsvermutung für alle Angeschuldigten gelte.

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