2. Liga: Frühstarter Hannover: Breitenreiter startet Mission Klassenerhalt

Trainer Andre Breitenreiter strahlte, die Sonne schien auch und einige Hundert Fans applaudierten ihren Lieblingen - Hannover 96 ist endgültig zurück auf der großen Bühne Bundesliga. Der Aufsteiger hat am Montag als erster Klub das Training für die kommende Saison aufgenommen.

Trainer Andre Breitenreiter strahlte, die Sonne schien auch und einige Hundert Fans applaudierten ihren Lieblingen - Hannover 96 ist endgültig zurück auf der großen Bühne Bundesliga. Der Aufsteiger hat am Montag als erster Klub das Training für die kommende Saison aufgenommen.

Die Vorfreude ist groß, wir haben letzte Saison hart dafür gearbeitet, dass Hannover 96 wieder in der Bundesliga spielt", sagte Breitenreiter nach dem gut 90-minütigen Aufgalopp: "Jetzt freuen wir uns auf eine harte, intensive Zeit, in der wir uns gut vorbereiten."

Breitenreiter, gebürtiger Hannoveraner, bat sein Team am Montag um 15.00 Uhr zur ersten Einheit und begrüßte dabei auch die bisherigen vier Neuzugänge - Torwart Michael Esser sowie die Defensiv-Akteure Pirmin Schwegler, Julian Korb und Matthias Ostrzolek. Abgeschlossen sind die Kader-Planungen in Hannover aber noch nicht, drei neue Spieler sollen noch kommen, besonders in der Offensive will Sportchef Horst Heldt noch nachbessern. Breitenreiter will aber nichts überstürzen.

"Wir wollen die bestmögliche und nicht die schnellstmögliche Lösung", sagte Ex-Profi Breitenreiter, der 96 Mitte März von Daniel Stendel übernommen hatte und den vom mächtigen Präsidenten Martin Kind als "alternativlos" bezeichneten Aufstieg perfekt machte. Zudem stehen einige Profis wie Mevlüt Erdinc oder Babacar Gueye zum Verkauf. Angreifer Martin Harnik fehlte am Montag, der Österreicher bekam wegen seiner Länderspieleinsätze noch Extra-Urlaub.

Breitenreiter: Liga so stark wie nie zuvor

Als Neuling nach einem Jahr in der 2. Liga macht sich Hannover auf eine schwierige Saison gefasst. "Die Liga ist so stark wie nie zuvor. Es gibt meiner Meinung nach keine Mannschaft, die man schon von Anfang an auf den Abstiegsplatz setzen kann", sagte Breitenreiter. Das Ziel ist klar: "Es geht zunächst nur darum, die Klasse zu halten."

Breitenreiter hat vor dem Saisonstart noch zwei Trainingslager angesetzt, vom 3. bis 7. Juli geht es nach St. Peter Ording an die Nordseeküste, ehe vom 22. bis 31. Juli in Velden am Wörthersee der Feinschliff für die erste Runde im DFB-Pokal beim Bonner SC (11. bis 14. August) angesetzt werden soll. Hannover solle kommende Saison "variabel aufgestellt" sein, sagte Breitenreiter, der sein Team für "mehrere Spielsysteme vorbereiten" will. Ballbesitz-Fußball solle ebenso zum Repertoire der Niedersachsen gehören wie das schnelle Umschaltspiel, um "nicht ausrechenbar zu sein. Das ist mein Anspruch", sagte Breitenreiter.

Für den Bundesliga-Auftakt Mitte August hat Breitenreiter keinen Wunschgegner. "Es ist völlig wurscht, wann wer kommt", sagte der 43-Jährige, aber der Rekordmeister muss es dann doch nicht sein. Es wäre nicht schlecht, wenn es "einfacher als Bayern München" wird, um "vielleicht die Möglichkeit zu haben, zu punkten. Aber wir nehmen es, wie es kommt." Hannover ist erst einmal froh, zurück auf der großen Bühne zu sein.

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