Bis zu 190 Prozent mit Kite Pharma: Ist Cellectis der nächste Senkrechtstarter?

Michel Doepke
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Bis zu 190 Prozent mit Kite Pharma: Ist Cellectis der nächste Senkrechtstarter?

Das Feld der führenden CAR-T-Zelltherapie-Spezialisten lichtet sich allmählich. Kite Pharma (AKTIONÄR-Leser konnten bis zu 190 Prozent seit der Erstempfehlung einstreichen) und Juno Therapeutics wurden inzwischen geschluckt und die Therapie von Bluebird Bio befindet sich bereits zum Teil in den Händen Celgenes. Doch auch außerhalb der USA forschen Unternehmen an dieser hochinteressanten Behandlungsmethode. Mit Cellectis aus Paris hat sich ein eher unbekanntes Unternehmen „CAR-T-Zellen der nächsten Generation“ auf die Fahnen geschrieben. Der Unterschied zu den bekannten Playern in diesem heißen Biotech-Forschungsbereich: Cellectis nutzt den Ansatz der Gen-Editierung, um kosteneffizientere Krebsimmuntherapien zu entwickeln.

Ermöglichen soll dies die hauseigene TALEN-Technologie, bei der gesunde Zellen von Spendern die Basis aller Therapien bilden. Auf dieser Grundlage lassen sich dann spezifische T-Zellen für die Patienten erstellen. Damit möchte Cellectis eine neue Ära im Bereich der Immuntherapeutika einleiten, die darüber hinaus mit einem verbesserten Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil aufwarten könnten. Eine hochspannende Technologie, die auch größere Pharma- und Biotech-Adressen auf dem Schirm haben dürften. Allerdings muss Cellectis in den kommenden Studien unter Beweis stellen, dass die Technologie funktioniert und die „herkömmlichen“ CAR-T-Zelltherapien, wie sie Kite Pharma und Juno Therapeutics erforscht haben, übertrumpfen kann.

 

Heiß, heißer, Krebsimmuntherapie

Langfristig hat die Cellectis-Aktie viel Potenzial – aufgrund der frühen klinischen Entwicklungsphase ist sie jedoch ausschließlich hartgesottenen Anlegern als Depotbeimischung mit einem Stopp bei 19,50 Euro zur Absicherung vorbehalten.

Hinweis: Dieser Artikel erschien bereits teilweise in der AKTIONÄR-Ausgabe 06/2018, welche Sie hier erhalten.