"1860 wird wie eine Würstchenbude geführt" - "Aberwitzige 50+1-Regel": Ismaik erklärt der DFL den Krieg

Christoph Elzer

Hasan Ismaik hat es tatsächlich getan: Wenige Wochen nach seiner Ankündigung, gegen die 50+1-Regel zu klagen, hat der Mehrheitseigner des TSV 1860 München nach eigenen Angaben nun tatsächlich Klage eingereicht. Der erzürnte Jordanier schießt scharf gegen Verein und Liga.

München – Wie zuletzt fast immer, meldete sich Ismaik über seiner Facebook-Seite zu Wort. Am Freitagabend gegen 21:30 Uhr deutscher Zeit ließ er die Bombe platzen: "Heute habe ich mich entschlossen, die Klage gegen diese aberwitzige 50+1-Regel einzureichen."

Aus seiner Verärgerung über diese deutsche Sonderregelung, die den Einfluss eines Investors auf einen Fußballverein deutlich beschneidet, hatte Ismaik nie einen Hehl gemacht. Dennoch betonte er jahrelang, dass er die heilige Kuh des deutschen Fußballs nicht antasten werde. Doch die letzten Chaos-Wochen beim TSV 1860 haben seine Meinung nun offenbar geändert: "Ich wollte dies eigentlich nie tun, weil ich die Gesetze in Deutschland immer respektiert habe. Doch durch die traurigen Ereignisse der letzten Wochen sehe ich mich leider gezwungen, diesen Weg zu beschreiten."

Hasan Ismaik bezeichnet 50+1 als eine "Scheinregel", weil sie bei einigen Vereinen, wie beispielsweise Bayer Leverkusen oder der TSG Hoffenheim, durch Sonderverordnungen außer Kraft gesetzt wurde. "50+1 ist eine Farce. Ich werde all meine Kräfte einsetzen, damit 50+1 fällt", gibt er sich kämpferisch.

Aber nicht nur mit der DFL legt Ismaik sich in seinem höchst emotionalen Facebook-Posting an.
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