Warum die 18-Uhr-Prognose bei dieser Bundestagswahl total daneben liegen kann

Jonas Lotz
Die ARD Wahlprognose 2013

Die 18-Uhr-Prognose von ARD und Infratest dimap zeigt nach Schließung der Wahllokale erste Kräfteverhältnisse zwischen den Parteien im Wahlergebnis. Normalerweise weichen diese Ergebnisse nicht sehr deutlich vom amtlichen Endergebnis ab. Dies könnte sich in diesem Jahr allerdings ändern.

Die 18-Uhr-Prognose entsteht mithilfe von Mitarbeitern von Infratest dimap, die in 624 Wahlbüros in ganz Deutschland an repräsentativen Standorten ca. 100.000 Wähler erneut abstimmen lassen. Die Ergebnisse dieser Urnen werden stündlich an die Zentrale von Infratest dimap geschickt. Daraus berechnen die Mitarbeiter mithilfe von Erfahrungswerten die erste Prognose, die um 18 Uhr, nach Schließung der Wahllokale, veröffentlicht wird. 

In diese Prognose werden die Briefwähler jedoch nicht mit einberechnet. Diese machen laut einer Umfrage des Instituts Insa für die „Bild-Zeitung“ inzwischen rund 30 Prozent, also fast ein Drittel, der Wahlberechtigten aus.

Ein Drittel aller Wähler entscheiden sich erst in der Woche vor der Wahl

Und auch die letzte Umfrage vom 14. September ist nur vorläufig. Ein Drittel aller Wähler entscheidet sich erst in der Woche vor der Wahl, welche Partei ihre Stimme bekommen soll. Dementsprechend ist noch viel Potenzial für Bewegung. Dies ist nur einer der Gründe, warum das Rennen um den dritten Platz hinter Union und SPD noch komplett offen ist, neue Parteien und weniger Stammwähler tragen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. 

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