18.000 Euro! Fahrgast prellt Taxifahrer

18.000 Euro! Fahrgast prellt Taxifahrer

Es hätte eine verdammt rentable Tour werden können, doch am Ende blieb ein Wiener Taxifahrer auf Fahrtkosten in Höhe von 18.000 Euro sitzen. Die skurrile Geschichte führte ihn gleich durch mehrere Länder. Nun hat der 47-Jährige in Deutschland Anzeige gegen den säumigen Fahrgast erstattet.

In Monaco begann die Odyssee des Taxifahrers, die ein böses Ende nehmen sollte: Weil er seinen künftigen Fahrgast kannte, nahm der Wiener Fahrer die lange Anfahrt in Kauf. Sein Kunde hatte ihm zuvor versichert, dass er über genügend Geld auf einem Konto in Mexiko verfüge, um durch halb Europa mit der Taxe zu reisen.

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Von Monaco ging es daher über Nizza, Brüssel und London nach Zilina in der Slowakei. Anschließend verbrachten Taxifahrer und Fahrgast eine Nacht in einem Hotel in Bad Münstereifel, bevor es zurück nach London ging.

Um an das Geld in Mexiko zu gelangen, flogen die beiden Männer von dort nach Cancún, wo es für den Taxifahrer ein übles Erwachen gab. Sein Gast tauchte in der mexikanischen Großstadt unter und ließ ihn auf 18.000 Euro Fahrtkosten sitzen. Doch damit nicht genug. Der Mann musste auch noch seine Frau anrufen, damit er das Ticket für den Rückflug bezahlen konnte.

Jetzt hat der geprellte Fahrer Anzeige gegen seinen flüchtigen Kunden bei der Polizei in Euskirchen gestellt. Laut Angaben der Behörde vermutet der Geschädigte, sein Fahrgast habe familiäre Kontakte in der Stadt oder der Region.

"Wir gehen davon aus, dass die Geschichte wahr ist", sagte ein Polizeisprecher in einer Stellungnahme. Ob der Taxifahrer tatsächlich an sein Geld kommt, wird davon abhängen, ob sein säumiger Kunde ausfindig gemacht werden kann und ob dieser überhaupt über genügend Geld verfügt, um die Rechnung zu begleichen.

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