1700 Jahre alt? Neue Erkenntnisse über Jesus-Grab

Die Grabeskirche in Jerusalem: Für Christen weltweit gehört sie zu den bedeutendsten Heiligtümern. Der Überlieferung zufolge soll hier die Kreuzigung Jesu Christi stattgefunden haben - und hier soll sich auch sein Grab befinden. Ein Ort, der Gläubige und Wissenschaftler gleichermassenen fasziniert. Unser NBC-Kollegen Keir Simmons hat sich umgeschaut.

"Hier starb Jesus, und hier ist wieder auferstanden", sagt Pater Eugenio Alliata, Chefarchäologe der Jerusalemer Franziskaner.

Der unerschütterliche Glaube des Kichenmannes wird von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen bestätigt. Archäologen haben den Schrein restauriert und dabei genau untersucht. Das, was sie dort fanden stamme aus der Römerzeit, wie das Magazin National Geographic in seiner neuesten Ausgabe berichtet.

"Jetzt wissen wir, dass dies genau der Ort ist, der vor 1700 Jahren identifiziert wurde und bis heute ein zentraler Anziehungspunkt christlicher Pilgerfahrten ist", erklärt die für Archälogie zuständige Redakteurin Kristin Romey. 

Vor über einem Jahr wurde das Grab erstmals seit Jahrhunderten göffne t, antiker Mörtel entfernt und analysiert. Fazit: Er stammt aus dem 3. Jahrhundert nach Christus, als Römer erstmals das Grab entdeckten und einen Schrein darauf errichteten.

Einen Hinweis auf den Körper Jesu Christi fanden die Forscher nicht, wohl aber die Gewissheiit, an der richtigen Stelle zu suchen. Die Analyse der gesammelten Daten könnte noch weitere Erkenntnisse bringen. Das Grab wurde übrigens nach eingehender Restaurierung im vergangenen Frühjahr wieder für die zahlreichen Pilger geöffnet.