170.000 bei Pride Parade in Tel Aviv: Wieder Touristen dabei

170.000 Menschen haben nach Angaben der Stadtverwaltung am Freitag bei der Pride Parade in Tel Aviv mitgemacht, um die LGBTQ-Community zu feiern und Gleichberechtigung zu fordern.

Schon 2021 konnte die Pride Parade nach Aufhebung des Lockdowns wieder stattfinden - und in diesem Jahr waren auch wieder Touristinnen und Touristen aus dem Ausland in Israel dabei.

Weil die Behörden seit einer Massenpanik bei einem religiösen Fest mit vielen Toten die Ansammlungen von vielen Menschen streng regeln, konnte die Pride Parade nicht wie zuvor an der Strandpromenade von Tel Aviv stattfinden.

Auch Israels Außenminister Yair Lapid war zu dem Event gekommen.

David Israel, der als Koch arbeitet, erklärte: "Israel ist inklusiv geworden und es ist jetzt besser als vorher, aber es ist immer noch nicht genug. Wir haben immer noch Angst, im Dunkeln auf die Straße zu gehen, wir bekommen immer noch nicht die Erlaubnis zu heiraten, und die Gesundheitsversorgung ist immer noch so schlecht für Trans-Menschen. Ich habe oft Angst, zum Arzt zu gehen, und so sollte es einfach nicht sein."

Und eine Teilnehmerin sagte: "Für ein Land, das von der Religion geprägt ist, ist es ok, aber es hat immer noch seine Grenzen. Im Vergleich zu den Ländern um uns herum geht es uns gut, aber im Vergleich zum Westen nicht so sehr.."

Homosexuelle sind im israelischen Militär integiert, und der aktuelle Gesundheitsminister ist offen schwul. Doch wegen der ultra-orthodoxen Parteien, die Homosexualität ablehnen, kämpft die LGBTQ-Gemeinschaft weiter für echte Gleichberechtigung.

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