17 Mitglieder der Hells Angels in Spanien festgenommen

Mitglied der Hells Angels bei einem Treffen 2016

Bei einer Razzia in Spanien hat die Polizei am Mittwoch 17 Mitglieder der Motorrad-Rockergruppe Hells Angels festgenommen. Die Aktion war nach Angaben der katalanischen Polizei Mossos d'Esquadra Teil von Ermittlungen in einem Mordfall in der Nähe von Barcelona aus dem Jahr 2017. Außerdem seien mehrere Festgenommene der Beteiligung am Drogenhandel verdächtig.

Die Festnahmen und Hausdurchsuchungen hätten in den frühen Morgenstunden stattgefunden und sich auf Barcelona und andere katalanische Städte konzentriert, teilten die Mossos d'Esquadra mit. "Mehrere Festgenommene sind in einen Mordfall aus dem Jahr 2017 in Sabadell sowie in den Drogenschmuggel verwickelt", sagte ein Sprecher der katalanischen Lokalpolizei der AFP.

Nach Angaben der Zeitung "La Vanguardia" handelte es sich bei dem Ermordeten um ein Mitglied einer rivalisierenden Motorradbande. Er sei im September 2017 mit Baseballschlägern zusammengeschlagen worden und drei Monate später seinen Verletzungen erlegen.

Die Hells Angels wurden 1948 in den USA gegründet und sind für ihre Harley-Davidson-Motorräder und Lederjacken bekannt. Ableger der Rockergruppe, sogenannte Charter, gibt es in 56 Ländern. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Auseinandersetzungen mit rivalisierenden Rockerclubs. So sollen im Juni 2016 Mitglieder der Hells Angels in Leipzig einen 27-jährigen Mann erschossen haben.