16-Jähriger spendet Donuts an Obdachlose und wird deshalb gefeuert

Hannah Klaiber
·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Bryan Johnston arbeitete bei Dunkin' Donuts und konnte es nicht mehr ertragen, zum Schichtende täglich hunderte leckere Gebäckstücke einfach in den Müll zu werfen. Für seine Idee, die Donuts an Obdachlose zu spenden, wurde er von allen gefeiert – nur nicht von seinem Arbeitgeber.

Über 300 Donuts wanderten am Tag in den Mülleimer. (Bild: TikTok / Bryan Johnston)
Über 300 Donuts wanderten am Tag in den Mülleimer. (Bild: TikTok / Bryan Johnston)

"Jeden Abend… 312 Donuts und Munchkins", schrieb Bryan Johnston im Januar über einen Clip, den er bei TikTok teilte – und der zeigt, wie eben jene Donuts und Munchkins in der Tonne landen.

Weil der 16-Jährige diese Lebensmittelverschwendung nicht länger zulassen wollte, entschied er sich dazu, die Donuts nicht länger wegzuwerfen, sondern damit Obdachlose in der Nachbarschaft zu versorgen.

Diese großartige Aktion fand auf TikTok selbstredend Anklang: Über 3,4 Millionen Zuschauer verteilten ihre Likes und tausende Kommentare, in denen sie Bryan für diesen Schritt feierten. Doch auch sorgenvolle Zeilen sind zu lesen: "Ich hoffe, dafür wirst du nicht gefeuert, Bro!", schrieb beispielsweise der User Spero – und sollte mit dieser Befürchtung Recht behalten. Bryan verlor kurze Zeit später seinen Job, weil er die Donuts nicht entsorgte, sondern sie an hilfsbedürftige Menschen verteilte. Im Interview mit "Bored Panda" erzählt der 16-Jährige: "Es tut immer noch weh, zurückzublicken. Es fühlte sich so an, als wäre es meinem Manager egal, dass ich fünf Monate dort gearbeitet habe. Es fiel kein aufmunterndes Wort wie 'traurig, dass du gehen musst' oder 'Danke, dass du ein Teil des Teams warst'."

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Jede Menge Unterstützung ereilte ihn aber auf einem ganz anderen Weg: über TikTok. "Ich bin so dankbar. Die Leute haben mir mit freundlichen Worten und auch finanziell geholfen, bis ich eine andere Einnahmequelle gefunden habe." Einen Teil des Geldes investierte Bryan aber, um weiterhin Gutes für andere zu tun: Er kaufte davon Donuts beim Dunkin'-Konkurrenten Krispy Kreme, um "das zu tun, was ich am besten kann – Donuts verschenken!"

Im Interview mit "Bored Panda" erzählt Bryan, dass viele Franchise-Unternehmen schlicht zu "gierig und faul" seien, um einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. "Sie werfen das Essen lieber weg als es zu spenden. Und obwohl es oft die Option eines Spendenprogramms gibt, machen die meisten Geschäftsführer nicht mit." Tatsächlich fördert das Unternehmen Dunkin' Donuts die Spenden-Struktur, allerdings ist es jedem Inhaber selbst überlassen, daran teilzunehmen oder eben nicht.

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Darauf und auf viele weitere Aspekte der Lebensmittelverschwendung möchte Bryan auch in Zukunft hinweisen: "Ich habe weiterhin vor, ans Licht zu bringen, wie groß die Lebensmittelverschwendung in Amerika und das Problem des Welthungers und der Hungersnot wirklich ist."

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