„The 15:17 to Paris”: Clint Eastwood besetzt Hauptrollen mit echten Thalys-Helden

Alek Skarlatos, Spencer Stone und Anthony Sadler (v.l.) spielen sich in dem Film selbst. (Bild: AP Photo)

Clint Eastwood verfilmt das Drama um die vereitelte Terrorattacke auf einer Zugfahrt von Amsterdam nach Paris. Die Hauptrollen bekommen jedoch nicht etwa hochkarätige Hollywood-Stars – sondern die Helden persönlich.

Die Handlung des Films orientiert sich an dem Vorfall im August 2015. In dem Hochgeschwindigkeitszug „Thalys 9364” auf dem Weg von Amsterdam nach Paris gelang es drei US-amerikanischen Freunden mithilfe anderer Passagiere, einen schwer bewaffneten Angreifer zu überwältigen, als dieser bereits das Feuer auf Reisende eröffnet hatte. Gemeinsam hatten sie sich auf ihn gestürzt, ihm die Waffe abgenommen und ihn bewusstlos geschlagen – so konnte er gefesselt werden, bis die Polizei eintraf. Das beherzte Eingreifen der Männer verhinderte Schlimmeres. Dennoch wurden mehrere Menschen bei dem Vorfall verletzt.

Clint Eastwood bei den Dreharbeiten zu „The 15:17 to Paris” im französischen Arras. (Bild: AP Photo)

In dem Drama selbst geht es darüber hinaus um die lange Freundschaft des Trios, ihre Kindheit und ihr Leben vor dem Angriff, heißt es in der Mitteilung der Produktionsfirma Warner Bros. Clint Eastwood heuerte für die Hauptrollen jedoch keine Schauspieler, sondern die drei als „Thalys-Helden“ gefeierten US-Amerikaner an. Die Soldaten Spencer Stone und Alek Skarlatos sowie der Student Anthony Sadler spielen sich in „The 15:17 to Paris“ also selbst. Als weitere Darsteller wirken unter anderem die Schauspieler Jenna Fischer, Judy Greer und Ray Corasani mit.

Bereits mehrfach hatte der 87-jährige Oscarpreisträger Eastwood Geschichten verfilmt, die auf wahren Begebenheiten basieren. Mit dem Drama „Sully“ erzählte er die Vorkommnisse um den Piloten, dem 2009 auf dem New Yorker Hudson River eine spektakuläre Notlandung gelang. Zuvor hatte er das Drama „American Sniper“ realisiert, in dem es um den hochdekorierten US-amerikanischen Scharfschützen Chris Kyle geht.

Alek Skarlatos,Spencer Stone und Anthony Sadler werden vom ehemaligen französischen Präsidenten François Hollande geehrt. (Bild: AP Photo)

Neben der Ehre, ihre eigene Heldengeschichte verfilmt zu sehen, wurden die drei Männer wegen ihrer Tapferkeit vom ehemaligen französischen Präsidenten François Hollande zu „Rittern der Ehrenlegion” ernannt.

Am 9. Februar 2018 läuft „The 15:17 to Paris” in US-Kinos an.

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