15 wegen Anschlägen verurteilte Islamisten in Ägypten hingerichtet

Die ägyptischen Justizbehörden haben 15 zum Tode verurteilte Islamisten hingerichtet. Die Männer, die wegen Anschlägen auf Soldaten und Polizisten auf der Sinai-Halbinsel von Militärgerichten verurteilt worden waren, wurden nach Polizeiangaben am Dienstag in zwei ägyptischen Gefängnissen gehenkt. Es war eine der größten Massenhinrichtungen der vergangenen Jahre. 2015 waren sechs Dschihadisten hingerichtet worden.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 2013 durch das ägyptische Militär haben extremistische Gruppierungen ihre Angriffe auf Soldaten und Polizisten verstärkt. Mehrere hundert Soldaten und Polizisten wurden seither getötet. Besonders gefährlich ist die Lage auf der Sinai-Halbinsel im Nordosten Ägyptens.

Vor einer Woche hatte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) während eines Besuchs von Verteidigungsminister Sedki Sobhi und Innenminister Magdi Abdel Ghaffar in der Region einen Militärflughafen im Norden des Sinai mit einer Panzerabwehrrakete angegriffen. Ein Mitarbeiter des Verteidigungsministers und ein Pilot wurden getötet.

In diesem Jahr hatten die Islamisten auch zunehmend Zivilisten angegriffen. Ende November waren bei einem verheerenden Anschlag auf eine Moschee im Nord-Sinai mindestens 300 Menschen getötet worden. Niemand bekannte sich bislang zu der Bluttat, nach Angaben der ägyptischen Behörden trägt sie jedoch ebenfalls die Handschrift der IS-Miliz.