15 Jahre Haft für Männer wegen Juwelendiebstahls in Paris

Der erste Überfall 2013 auf die Boutique des Diamantenhändlers De Beersen im Pariser Nobel-Kaufhaus Printemps lief für die Räuber wie am Schnürchen. Doch ihr zweiter spektakulärer Coup im Jahr darauf scheiterte: Ein Geschworenengericht in Paris verurteilte die beiden Täter nun wegen der beiden Überfälle zu jeweils 15 Jahren Gefängnis.

Die Polizei hatte 2014 nach dem gescheiterten Überfall zwei damals 23 und 30 Jahre alte Männer festgenommen, die kurz zuvor einen Juwelierladen der Luxusmarke Cartier nahe des Prachtboulevards Champs-Elysées in Paris ausgeraubt und später eine Geisel genommen hatten. Die Staatsanwältin verwies darauf, dass die Männer bei ihrer Flucht mit dem Motorroller auf Polizisten geschossen hatten. Sie hatte für den älteren der beiden Täter 20 Jahre Haft gefordert.

Der dritte im Bunde, der heute 26 Jahre alte Cousin des jüngeren Täters, wurde als Komplize beim ersten Überfall zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwaltschaft wollte ihn für "zehn bis zwölf Jahre" hinter Gitter bringen. Die Geschworenen unterschieden aber deutlich zwischen dem ersten Überfall, bei dem die Täter keinen Gebrauch von der Waffe machten, und dem zweiten, bei dem sie auf der Flucht um sich schossen.

Im ersten Fall erbeuteten sie im Februar 2013 Schmuck im Wert von 3,78 Millionen Euro. Verletzte gab es nicht. Beim Überfall auf das Cartier-Geschäft im November 2014 hatte die Beute einen Wert von acht Millionen Euro. Beim Schusswechsel mit der Polizei wurden ein Polizist und einer der Täter verletzt.