14-Jähriger twittert über Lehrer-Handgreiflichkeiten – und die Polizei reagiert mit Spott

Für die Berliner Polizei hagelte es Kritik auf Twitter. (Bild: ddp Images)

Ein 14-Jähriger schickte der Berliner Polizei am Mittwoch eine Nachricht, weil seine Lehrerin handgreiflich geworden sein soll. Statt Hilfe anzubieten, konterten die Beamten allerdings mit einem Scherz – für viele Nutzer war diese Reaktion ein großes No-Go.

Der Berliner Twitter-User „Rippto“ meldete sich mit den Worten: „Meine Lehririn ist grade handgreiflich geworden“ und verlinkte dabei die Polizei.

Ein Verantwortlicher des Polizei-Twitter-Accounts, der für seine schlagfertigen Antworten und Posts bekannt ist, witterte hier leichte Beute für einen Witz – und spielte mit seiner Antwort auf die Rechtschreibfehler im Tweet des 14-Jährigen an:

„Rippto“, der eigentlich Nico heißt, nahm das Ganze allerdings gelassen und antwortete sogar darauf – er selbst schien sich von dem Kommentar der Berliner Polizei nicht angegriffen zu fühlen.

Allerdings stieß das Verhalten in der Community auf weniger Verständnis. Sich über mögliche Opfer von körperlicher Gewalt lustig zu machen, dürfe sich die Polizei auch auf Twitter nicht erlauben, so die Meinung vieler Twitter-User, die sich in die Unterhaltung einklinkten.

Andere Nutzer hingegen kritisierten jene, die der Polizei Vorwürfe gemacht haben. Die Kirche im Dorf lassen und den Witz nicht allzu ernst nehmen, heißt es hier:

„Rippto“ bestätigte anschließend, dass sich der Zwischenfall wirklich ereignet habe, sich aber mit dem Post selbst einen kleinen Spaß mit der Polizei erlauben wollte.

Die Polizei reagierte daraufhin mit etwas mehr Ernsthaftigkeit und riet dem Schüler, sich Hilfe zu suchen, statt auf Twitter Scherze zu reißen – wohl nicht zuletzt, um noch mehr Schelte von anderen Nutzern zu vermeiden.