14-Jährige bei Paris offenbar von Mitschülern ertränkt

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14-Jährige bei Paris offenbar von Mitschülern ertränkt

Offenbar aus Eifersucht ist eine 14-Jährige in einem Pariser Vorort von Mitschülern verprügelt und in den Fluss Seine geworfen worden, wo das Mädchen ertrank. Von einer "schändlichen" Tat und einem "absolut tragischen" Fall sprach am Mittwoch der französische Regierungssprecher Gabriel Attal. Die zuständige Staatsanwaltschaft will die beiden Mitschüler wegen "Mordes" vor Gericht bringen. Den Minderjährigen drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um ein 15 Jahre altes Mädchen und einen gleichaltrigen Jungen. Sie sollen die getötete Alisha nach Aussage ihrer Mutter gemobbt haben. Die mutmaßlichen Täter gingen demnach auf die gleiche private Berufsschule wie Alisha im Pariser Vorort Argenteuil.

Der Regionalsender France Bleu berichtete, die Mutter des mutmaßlichen Täters habe bei der Polizei ausgesagt, ihr Sohn habe ein "Mädchen geschlagen", mit der er zuvor eine Liebesbeziehung gehabt hatte, und das Opfer sei "in die Seine gefallen".

Der 15-Jährige soll Alisha demnach gemeinsam mit seiner neuen Freundin angegriffen haben, die eifersüchtig auf die Mitschülerin gewesen sein soll. Einer der beiden Jugendlichen soll vor einigen Monaten zudem das Snapchat-Konto des Opfers gekapert und an der Schule intime Bilder des Mädchens verbreitet haben.

Die Schule bestätigte, dass es massive "Spannungen" zwischen den Teenagern gegeben hatte und deshalb Anfang Februar ein Disziplinarverfahren gegen das verdächtige Paar eröffnet worden war. Sie sollten an diesem Dienstag von der Schule angehört werden, am Tag nach dem Tod des Mädchens. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Pontoise zeigten sie "zunächst keine Reue".

Die Leiche der Jugendlichen wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Fluss gefunden und wies Verletzungen am Kopf und im Gesicht auf. In Frankreich hatte es seit Jahresbeginn mehrere Fälle tödlicher Jugendgewalt gegeben.

lob/cp