137 Millionen! NFL hat einen neuen Dollar-König

Andreas Pfeffer, Eric Böhm
Jimmy Garoppolo spielt seit Oktober bei den San Francisco 49ers

Quarterback Jimmy Garoppolo hat einen Vertrag für die NFL-Geschichtsbücher unterschrieben.

Nach übereinstimmenden Medienberichten einigten sich der einstige Kronprinz von Tom Brady bei den New England und die San Francisco 49ers auf einen Fünfjahresvertrag über 137,5 Millionen Dollar - das sind pro Saison im Schnitt 27,5 Millionen Dollar.

Damit avanciert der 27-Jährige zum Spieler mit dem höchsten durchschnittlichen Jahresgehalt aller Zeiten.

Garoppolo in der NFL ungeschlagen

Erst Ende Oktober hatten die Patriots Garoppolo für einen Zweitrundenpick im NFL Draft 2018 zu den 49ers geschickt. 


Ab Woche 13 wurde er als Starting-Quarterback eingesetzt. Die ersten fünf Spiele im Trikot der 49ers gewann er allesamt. Kombiniert mit seinen zwei Starts für die Patriots wegen Bradys "DeflateGate"-Sperre ist er in der NFL als Starter nach wie vor ungeschlagen.

Bei den 49ers löste "Jimmy G" unter dem neuen Coach Kyle Shanahan eine Euphorie und den Glauben an die Rückkehr der glorreichen Zeiten eines Joe Montana, Steve Young und Jerry Rice aus. Dennoch sind die Zahlen für einen extrem unerfahrenen Spielmacher astronomisch und durchaus ein Risiko.

Ärger bei Trade nach San Francisco

Bei Garoppolos Trade zu den 49ers soll es bei den Patriots zu Unstimmigkeiten zwischen Coach Bill Belichick und Besitzer Robert Kraft gekommen sein. 

Belichick wollte Garoppolo halten. Die Patriots hatten ihm aber sogar immer wieder einen Vierjahresvertrag mit Starter-würdigen 18 Millionen Dollar pro Jahr angeboten - bis sich Kraft einschaltete. Kraft zwang Belichick nach ESPN-Informationen nach einem stundenlangen Meeting, Garoppolo für einen Zweitrundenpick nach San Francisco zu verfrachten. 

Kraft wollte demnach seinen Megastar Brady stärken. Ohne Garoppolo marschierten die Patriots erneut in den Super Bowl, verpassten aber gegen die Philadelphia Eagles ihren sechsten Triumph. An Rücktritt denkt Brady trotz seines fortgeschrittenen Alters nicht.