13 Tote nach Angriff von Viehdieben in Nigeria

Bei Kämpfen zwischen Viehdieben und lokalen Milizen sind im Norden Nigerias 13 Menschen getötet worden. Beide Seiten hätten sich von Dienstag bis Mittwoch ein Feuergefecht geliefert, erklärte ein Sprecher der Polizei im Bundesstaat Zamfara

Bei Kämpfen zwischen Viehdieben und lokalen Milizen sind im Norden Nigerias 13 Menschen getötet worden. Dorfbewohner und Diebe hätten sich ein stundenlanges Feuergefecht geliefert, erklärte ein Sprecher der Polizei im Bundesstaat Zamfara. "Unsere Männer haben 13 Leichen der kriminellen Bande und der Bürgermiliz geborgen", sagte er der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.

Die bewaffnete Bande habe am Dienstagabend das Dorf Fankashi im Bezirk Maru gestürmt, um die Herden der Dorfbewohner zu stehlen, erklärte die Polizei. Daraus habe sich ein Kampf mit der Miliz entwickelt, der bis zum Mittwoch angedauert habe.

Ländliche Kommunen in Zamfara werden seit Jahren von Viehdieben und Kidnapper-Banden heimgesucht, die in den Dörfern töten, plündern und brandschatzen. Als Reaktion haben viele Gemeinden Selbstverteidigungstruppen gebildet, denen jedoch ebenfalls Verbrechen vorgeworfen werden, etwa das Töten mutmaßlicher Viehdiebe.

Im vergangenen Monat waren bei Angriffen bewaffneter Gruppen im selben Bezirk 27 Menschen getötet worden. Das nigerianische Militär hat seine Präsenz in Zamfara und einem benachbarten Bundesstaat erhöht.

Während Banden und Milizen im Nordwesten des Landes für Unsicherheit sorgen, leidet der Nordosten Nigerias unter Angriffen der Islamisten der Organisation Boko Haram. In der Stadt Mubi starben am Dienstag 86 Menschen bei Selbstmordanschlägen. Eine Woche zuvor hatten bewaffnete Boko-Haram-Kämpfer die Großstadt Maiduguri angegriffen.