13 Jahre nach Eröffnung: So viel ist das Rhein-Energie-Stadion zurzeit wert

Wir schlüsseln auf, wie viel das Stadion in Müngersdorf zurzeit wert ist.

Das Rhein-Energie-Stadion hat 13 Jahre nach seiner Eröffnung immer noch einen Wert von annähernd 84 Millionen Euro. Hinzu kommt der Wert des Grundstücks, das mit 2,9 Millionen Euro veranschlagt ist. Die Beträge stammen aus der Bilanz der Sportstätten GmbH und sind einer internen Mitteilung der Stadtverwaltung zu entnehmen.

Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Zukunft des Stadions kommt den Zahlen eine gewisse Bedeutung zu. Denn die Klubspitze des 1. FC Köln soll in kleinem Kreis über die Möglichkeit gesprochen haben, die ursprünglich 117,5 Millionen Euro teure Arena von der städtischen Sportstättengesellschaft zu kaufen und selber zu betreiben.

Die Vereinsführung hält ein Stadion für rund 75.000 Fans für erforderlich. Eine Übernahme des 50.000 Zuschauer fassenden Bauwerks in Müngersdorf dürfte eines von mehreren Gedankenspielen sein, mit denen sich der Bundesligist beschäftigt. Als Inhaber könnte der FC die Ränge auf eigene Rechnung erweitern – allerdings nicht so umfangreich, wie es Präsident Werner Spinner am liebsten hätte.

Ausbau des Stadions aus verschiedenen Gründen nicht möglich

Mehr als 60.000 Plätze seien am angestammten Standort kaum zu verwirklichen, heißt es in einer Studie des Frankfurter Planungsbüros Albert Speer. Einem größeren Ausbau stehe der Lärm- und Naturschutz ebenso entgegen wie der Denkmalschutz für die angrenzenden Abelbauten, die Überbleibsel der ersten Hauptkampfbahn aus dem Jahr 1923.

Der mit der Sportstätten-Gesellschaft geschlossene Pachtvertrag endet im Juni 2024. Sollte der FC das Stadion zu dem Zeitpunkt kaufen wollen, muss er von einem Wert von 52 Millionen Euro ausgehen.

Das Grundstück ist darin nicht enthalten. „Die auf heutiger Basis hochgerechneten Buchwerte“ könnten sich „durch Investitionen und außerplanmäßige Abschreibungen noch verändern“, heißt es in dem Verwaltungspapier, das dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt.

Verein und Stadt wollen zusammen eine Lösung finden

Laut einer groben Schätzung würde einer Erweiterung des Rhein-Energie-Stadions auf 60 000 Plätze etwa 90 Millionen Euro kosten. Theoretisch möglich, aufgrund der erheblichen planungsrechtlichen und wirtschaftlichen Risiken „aber nur sehr schwer realisierbar“, befand FC-Präsident Werner Spinner.

Der Verein wolle gemeinsam mit Vertretern der Stadt eine für beide Seiten tragbare Lösung finden. Zugleich wolle der FC „die Frage nach alternativen Standorten für einen möglichen Stadionneubau intensiv zu prüfen“....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta