100-Mio.-Deal! WWE greift als Sport-Investor an

Tassilo Hackert
WWE-Boss Vince McMahon inszeniert sich in seinen Wrestling-Shows gerne als Lebemann

WWE-Chef Vince McMahon ist die Welt des Wrestling nicht mehr genug.

Der 72-Jährige hat WWE-Aktien im Wert von rund 100 Millionen Dollar verkauft. Dies wurde durch eine offizielle Meldung des Unternehmens an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC publik.

McMahon wolle mit dem Geld "in erster Linie ein von der Firma separates Gebilde finanzieren, Alpha Entertainment LLC, die Mr. McMahon gegründet hat, um Investitionsmöglichkeiten quer durch die Sport- und Unterhaltungslandschaft zu erkunden, unter anderem Profi-Football".


WWE scheiterte schon mal als NFL-Rivale

Speziell die explizite Erwähnung des Footballs ließ aufhorchen: Es sieht nach einer Bestätigung des seit einiger Zeit kursierenden Gerüchts aus, dass McMahon einmal mehr versucht, mit einer eigenen Liga die NFL anzugreifen.


Bereits im Jahr 2000 versuchte McMahon die XFL zu etablieren, scheiterte damit jedoch nach nur einer Saison. Neue Ideen wie das Platzieren von Kameras in den Spieler- und Cheerleader-Umkleiden konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass das sportliche Niveau der XFL überschaubar war.

WWE setzte mit der XFL rund 35 Millionen Dollar in den Sand, ebenso wie der mit der Liga kooperierende Sender NBC. Der XFL-Flop wurde unter WWE-Fans zum Running Gag, auch McMahon selbst ließ sich in seinen Shows manchmal dafür auf die Schippe nehmen (SPORT1 erklärt: So funktioniert die Showkampf-Liga WWE).

McMahon war auch als Fußball-Investor im Gespräch

Kommt die XFL nun trotzdem zurück?

Dafür spricht auch, dass Alpha Entertainment bereits wieder die Markenrechte an der XFL und diversen weiteren mit ihr verbundenen Trademarks angemeldet hat.

Womöglich haben McMahon und seine Familie mit Alpha aber mittelfristig auch noch andere Pläne. Auch als Fußball-Investor war McMahon schon im Gespräch. 2014 gab es Gerüchte über eine Übernahme des Premier-League-Klubs Newcastle United.