100.000 Euro für den Ruhestand gespart: Reicht das?

·Lesedauer: 2 Min.
Älteres Paar beim Strandurlaub reich

Wer 100.000 Euro für den Ruhestand gespart hat, der kann sich definitiv auf die Schulter klopfen. Das ist ein wahres Vermögen und es ist gewiss nicht einfach, ein solches Sparziel zu erreichen. Selbst über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg nicht.

Trotzdem bleibt die Frage, wenn man 100.000 Euro für den Ruhestand gespart hat: Reicht ein solches Polster, das idealerweise aus Aktien besteht? Das wiederum wollen wir heute aus einem möglichst differenzierten Blickwinkel heraus beantworten. Es gibt grundsätzlich keine klare Antwort. Aber eine Menge Faktoren, die man dabei berücksichtigen sollte.

100.000 Euro für den Ruhestand gespart: Rechnen wir

Wer 100.000 Euro für den Ruhestand gespart und in Aktien investiert hat, der besitzt natürlich einige Optionen. Eine erste, ziemlich geläufige ist beispielsweise eine nachhaltige Entnahme. Zwischen 4 oder 4,5 % in der neueren Variante ist dabei eine nachhaltige Börsenregel. Das könnte gewiss zu einem spannenden passiven Einkommen führen.

Unter dieser Prämisse kann man beispielsweise auf 4.000 bis 4.500 Euro pro Jahr kommen, ohne weitgehenden Kapitalverzehr. In jedem Monat bedeutet das einen Betrag zwischen 333 Euro und 375 Euro. Trotzdem erkennen wir: Ein solcher Betrag reicht nicht aus, um die eigene Altersvorsorge bequem zu gewährleisten. Nicht in Gänze, womöglich aber zur Ergänzung und zum Schließen einer Rentenlücke.

Ein wenig anders sieht es hingegen aus, wenn man sich bewusst für das Entsparen mit einem potenziellen Mittelverbrauch entschließt. Wer beispielsweise 8 % pro Jahr entnimmt, kann immer noch einen Teil kompensieren. Und ein passives Einkommen von 8.000 Euro zusätzlich generieren. Das entspricht einer monatlichen Entnahme von ca. 666 Euro pro Monat. Damit kann man wiederum eine Rentenlücke deutlich besser schließen.

Lass uns weitere Überlegungen anstellen

100.000 Euro, die für den Ruhestand gespart und in Aktien investiert sind, müssen jedoch möglicherweise nicht direkt verwendet werden. Wer beispielsweise noch 20 Jahre Zeit bis zum Renteneintritt hat, der kann eine Menge reißen. Vor allem, wenn man auf Rendite für den weiteren Vermögensaufbau setzt.

Unter der Prämisse, dass man auf diese 100.000 Euro pro Jahr rein rechnerisch und im Durchschnitt 8 % pro Jahr erhält, so kann das Vermögen innerhalb dieses Zeitraums auf 466.000 Euro heranwachsen. Wie gesagt: Rein rechnerisch.

Unter dieser Annahme können die 100.000 Euro, die für den Ruhestand gespart sind, selbst bei einer Entnahmerate von 4,5 % zu einem zusätzlichen Einkommen von ca. 1.747 Euro führen. Das könnte ein bequemeres Leben im Alter ermöglichen.

Wir sehen daher: Es gibt unterschiedliche Szenarien, die man durchspielen sollte. 100.000 Euro, die für den Ruhestand gespart und in Aktien investiert sind, sind jedoch ein wichtiger Meilenstein, um zumindest ein besseres, bequemeres finanzielles Leben im Alter zu erhalten.

Der Artikel 100.000 Euro für den Ruhestand gespart: Reicht das? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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