100.000 Euro in einen ETF auf den S&P 500 investieren: Für die Dividende eine schlechte Wahl?

Euro Geldscheine
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100.000 Euro in einen ETF auf den S&P 500 investieren: Ja, das ist durchaus eine Möglichkeit für Foolishe Investoren. Im Endeffekt ist Warren Buffett selbst das beste Beispiel dafür, dass man diese Option in Erwägung ziehen kann. Der Starinvestor empfiehlt seinen Nachfahren und seiner Frau, ihr Erbe in einen Indexfonds auf den US-amerikanischen Querschnitt zu investieren.

Ob man das tun sollte oder nicht, das ist eine andere Frage. Aber wer 100.000 Euro in einen ETF auf den S&P 500 investieren wollte, der sollte das nicht für die Dividende tun. Blicken wir auf die Details. Aber auch eine andere Möglichkeit, wie man ein passives Einkommen mit der Investition generieren kann.

100.000 Euro in einen ETF auf den S&P 500: Wenig Dividende!

Dass ein ETF auf den S&P 500 wenig Dividende ermöglicht hat, dürfte hinlänglich bekannt sein. Mit einem hohen Einsatz in Höhe von 100.000 Euro möchte ich lediglich beispielhaft verdeutlichen, wie wenig passives Einkommen man eigentlich bekommt.

Natürlich mögen die Werte leicht divergieren. Teilweise auch aufgrund der verschiedenen Kosten. Oder aber eines Tracking Errors. Im Endeffekt zeigt der mit einer Börsenbewertung von 12 Mrd. Euro relativ große iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Dist.) beispielhaft, wie gering die Dividendenrendite ist. Mit lediglich 1,15 % ist die Ausschüttungsrendite wirklich sehr, sehr niedrig. Mit 100.000 Euro hieße es lediglich 1.150 Euro brutto als Ausschüttung. Netto und nach Steuern ist der Wert noch einmal bedeutend geringer.

Natürlich ist die Dividende nur ein Teil der Rendite einer Investition in diesem großen Stil bei einem ETF auf den S&P 500. Trotzdem: Ein passives Einkommen mit diesem Wert ist nicht in großem Stil möglich.

Gesamtrendite und entsparen

Zugegebenermaßen kann die Dividende bei einer Investition in einen ETF auf den S&P 500 eine Möglichkeit für ein passives Einkommen ein. Diese 1,x % hat man vergleichsweise sicher. Allerdings sollte man das besser noch aufstocken. Schließlich kann der US-Querschnitt langfristig orientiert bedeutend mehr Rendite generieren. Historisch kam der Index auf über 9 % pro Jahr.

Wenn ich daher ein passives Einkommen mit einem Indexfonds auf die US-Aktien generieren wollte, so würde ich konsequent auch noch etwas entsparen. Das bedeutet zwar, dass man an die Substanz muss. Allerdings kann der Querschnitt das langfristig orientiert kompensieren. Wer zum Beispiel insgesamt 4,5 % oder weniger entzieht, der dürfte etliche Jahre mit seinen Ersparnissen auskommen. Wenn ich ein passives Einkommen mit einem ETF auf den S&P 500 aufbauen wollte, so wäre das mein Weg. Deutlich höhere Geldströme wären dann möglich.

Der Artikel 100.000 Euro in einen ETF auf den S&P 500 investieren: Für die Dividende eine schlechte Wahl? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Wertpapiere. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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