100.000 bei Wladimir Putins Wahlkampf im Moskauer Fußballstadion

Zwei Wochen vor der russischen Präsidentschaftswahl hat Amtsinhaber Wladimir Putin am Samstag im Moskauer Luschniki-Stadion vor mehr als 100.000 Anhängern für seine Wiederwahl geworben. Am 18. März wird ein neues Staatsoberhaupt gewählt, Putin liegt Umfragen zufolge bei 70 Prozent Zustimmung. Sein Wahlsieg gilt als sicher, womit er auf seine vierte Amtszeit als russischer Präsident zusteuert. 

Putins Tonlage ist nationalistisch geprägt:

"Niemand sonst wird es tun, wird unser Land wieder groß machen. Wir es tun, und die kommenden Jahrzehnte, das 21. Jahrhundert, wird von unseren glänzenden Siegen geprägt sein. Wir werden es tun!"

Der Auftritt bei der Kundgebung mit dem Titel "Für ein starkes Russland" dauerte nur wenige Minuten, zum Ende sang er dann gemeinsam mit dem Publikum die russische Nationalhymne.

Die Gegenkandidaten decken ein Spektrum aus kommunistischen Altkadern, extremen Nationalisten wie dem zu sechsten Mal antretenden Wladimir Schirinowski oder der provokanten Xenia Sobtschak. Sie alle sind chancenlos; der einzige ernst zu nehmende Kandidat, der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, wurde wegen einer rechtskräftigen Verurteilung nicht zur Wahl zugelassen. Nawalny sieht darin den Versuch, ihn als Herausforderer auszuschalten, und hat zum Wahlboykott aufgerufen.