10 Tage an Bord der Aquarius: Flüchtlingstragödie hautnah

An der Flüchtlingskrise droht die EU zu zerbrechen: Der Strom der Menschen, die ihren Weg übers Mittelmeer nach Europa suchen, reißt nicht ab. Längst Alltag in den Schlagzeilen. Einen der Rettungseinsätze hat euronews-Reporterin Anelise Borges vor Kurzem hautnah miterlebt - 10 Tage auf dem Rettungsschiff Aquarius. Sie war die einzige Fernsehjournalistin, die mit an Bord war.

Über ihren Bericht sagt sie: "Für uns Journalisten ist Zeugnis ablegen Instinkt und Verantwortung zugleich.

Der Aquarius-Einsatz kam zustande, weil ich selbst sehen wollte, wie NGOs Such- und Rettungseinsätze auf der so genannten 'tödlichsten Migrationsroute der Welt' durchführten.

Ich hatte jahrelang über die Flüchtlingskrise berichtet - von der türkisch-syrischen Grenze, aber auch aus Griechenland, Mazedonien, Ungarn, Deutschland, Frankreich - ich hatte Angst und Verzweiflung gesehen. Aber auch Solidarität und Hoffnung.

Ich wollte verstehen, worum es in diesem Teil der Geschichte geht. Und welche Auswirkungen sie auf die gesamte Europäische Union hatte.

Ich wusste nicht, dass ich über eine Geschichte berichten würde, die Europa zu spalten droht.

In der Dokumentation 'Zehn Tage auf See. Die wahre Geschichte der Aquarius' geht es darum, was an Bord des Rettungsschiffs geschah, während es sich im Herzen eines der schwersten Stürme befand, denen Europa je ausgesetzt war."